Deutscher Wirtschaftsklub in Neumarkt

Mitglieder des DWM organisieren Stromeinkauf, tauschen Mitarbeiter und stärken den Handel untereinander

Mittwoch, 23. Januar 2013

Daniel Hirschi (li.) und Jens Weingärtner stellten den DWM am 16. Januar in Hermannstadt vor. Foto: Holger Wermke

Hermannstadt - Die Zahl der deutschen Wirtschaftsklubs im Lande ist auf sieben gewachsen. Seit rund einem Jahr ist in Neumarkt/Tg. Mureş der Deutschsprachige Wirtschaftsclub Mureş (DWM) aktiv. Vergangene Woche stellte der Vorsitzende Jens Weingärtner die Initiative beim Mitgliedertreffen des Deutschen Wirtschaftsclubs Siebenbürgen in Hermannstadt/Sibiu vor.

„Wir haben uns vor ungefähr zwei Jahren aus einem deutschen Stammtisch heraus gegründet“, berichtete Weingärtner, der aus Schwaben stammt und seit knapp fünf Jahren in Rumänien lebt. Seit 2009 gibt es in Neumarkt einen monatlichen Stammtisch Deutschsprechender, dessen Treffen jeweils am letzten Dienstag im Monat stattfinden. Der Stammtisch sei im Laufe der Zeit immer geschäftlicher geworden, erinnert sich Weingärtner, weshalb man die Unternehmertreffen vom Stammtisch abtrennte. Im Jahr 2011 schließlich wurde der DWM im Vereinsregister eingetragen.

Derzeit gehören dem Klub acht Unternehmen an. „Effektiv sind wir nur ein sehr kleiner Klub. Wir wollen dieses Jahr versuchen, dass es mehr Mitglieder werden“, sagte Weingärtner. Das Potenzial in Neumarkt an Unternehmen mit deutschem Hintergrund bzw. mit Beziehungen zum deutschsprachigen Raum sei lange nicht so groß, wie in Hermannstadt/Sibiu. Das Potenzial beziffert der Geschäftsführer eines Produzenten von Kabeln und Elektrogeräten auf 30 bis 40 Unternehmen.

Ursprünglich gründeten die Unternehmer den Klub, „um uns selber zu helfen“. Es ging darum, die „deutsch sprechenden und deutsch handelnden“ Unternehmen im Raum Neumarkt zu vernetzen. Die alle sechs Wochen bei der Handelskammer oder in einem Mitgliedsunternehmen stattfindenden Treffen seien „sehr dynamisch“. Laut Weingärtner hat sich die Kommunikation unter den Unternehmen seither wesentlich verbessert. Es gibt einen gemeinsamen Stromeinkauf, ein kleiner Einkaufsverbund soll folgen. Die Unternehmen tauschen untereinander Mitarbeiter aus, insbesondere im Vertrieb. Auch der Handel untereinander wurde belebt.

Weingärtner möchte in diesem Jahr die Verbindungen zu den anderen deutschen Wirtschaftsklubs voran bringen. „Wir haben im ersten Jahr in der Hinsicht wenig gemacht“, bekannte Weingärtner. Bisher wisse auch in Neumarkt nicht einmal der Bürgermeister, dass es den DWM gibt, und dass er als Ansprechpartner zur Verfügung steht.  Dies habe seine Ursache nicht zuletzt in den begrenzten Ressourcen, über die der kleine Klub verfüge. „Aber wir kommen voran.“ Bis zum Frühjahr soll ein Internetauftritt über die Tätigkeit des Klubs informieren. Wer Kontakt zum Klub aufnehmen möchte, kann sich bis dahin an den Vorsitzenden wenden unter  jens.weingaertner@topelectro.ro.

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