Deutschland bleibt wichtigster Wirtschaftspartner Rumäniens

Samstag, 01. April 2017

Bukarest (AHK) - Für die deutsche Wirtschaft ist Rumänien ein strategischer Wirtschaftspartner. Die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen haben 2016 noch einmal deutlich zugelegt, wie die aktuellen Zahlen des Rumänischen Statistikamtes (INS) zeigen bleibt Deutschland Handelspartner Nr. 1 für Rumänien. Die Einfuhren aus Deutschland lagen im Vorjahr bei 13,8 Milliarden Euro (plus 10,5 Prozent), die Ausfuhren beliefen sich auf 12,3 Milliarden Euro (plus 14,6 Prozent). Insgesamt betrug das Handelsvolumen zwischen beiden Staaten somit 26,1 Milliarden Euro (plus 12,4 Prozent), das entspricht über 20 Prozent des gesamten rumänischen Außenhandels – Tendenz steigend. Zu den wichtigsten Produktgruppen im Handel zwischen Deutschland und Rumänien zählen traditionell Maschinen und elektronische Ausrüstungen, Fahrzeuge und Metallprodukte.

Deutsche Unternehmen sind fester Bestandteil der rumänischen Volkswirtschaft und leisten einen wesentlichen Beitrag zur nationalen Bruttowertschöpfung und zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit durch Know-How-Transfer. Rund 7500 deutsche Unternehmen bzw. Unternehmen mit einer deutschen Kapitalbeteiligung sind in Rumänien aktiv. Sie sind damit auch ein wichtiger Arbeitgeber, der in den letzten Jahren in erheblichem Maß zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen beigetragen hat. Als Steuerzahler und Arbeitgeber von mehr als 250.000 Arbeitnehmern leisten deutsche Unternehmen auch einen nicht unerheblichen Beitrag in Form von Sozialabgaben und Unternehmenssteuern an den Fiskus.

Als aktiver Akteur in der Wirtschaftscommunity und zuverlässiger Partner der rumänischen Ministerien und Behörden leistet die AHK Rumänien einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung und Weiterentwicklung der Geschäfts- und Investitionsbedingungen in Rumänien sowie zur Stärkung der bilateralen Handelsbeziehungen. Vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels ist es aus Sicht der deutschen Wirtschaft von besonderer Bedeutung, dass die rumänischen Verwaltungen und Entscheidungsträger weiterhin alle Anstrengungen beim Thema Berufsausbildung unternehmen. Wirtschaftliche Entwicklung wird nachhaltig nur sichergestellt werden können, wenn verstärkt in Bildung investiert wird. „In unseren Gesprächen mit deutschen Investoren ist die Verfügbarkeit von qualifiziertem Fachpersonal eines der wichtigsten Kriterien bei der Investitionsentscheidung. Dies betrifft sowohl die Hochschulausbildung als auch die berufliche Ausbildung, die in einem gut funktionierenden Bildungssystem komplementär sind“, so Sebastian Metz, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der AHK Rumänien. Entscheidungsträger in staatlichen Stellen sollten besondere Bedeutung dem Aspekt beimessen, dass Mechanismen im Bildungssystem integriert werden, die eine stärkere Markt- bzw. Nachfrageorientierung in das Ausbildungssystem hineinbringen. Nur so kann ein gut qualifizierter Fachkräftepool aufgebaut werden, der sich zeitgemäß an die Entwicklungen und Bedarfe in der Wirtschaft anpasst.

Besondere Bedeutung messen deutsche Unternehmen auch dem Thema Korruptionsbekämpfung und der Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien bei. „In den zahlreichen Veranstaltungen der AHK Rumänien, in denen aktuelle Wirtschaftsthemen diskutiert werden, unterstreichen AHK-Mitgliedsunternehmen, dass Vorhersehbarkeit, Stabilität, Transparenz und Rechtssicherheit von übergeordneter Bedeutung sind, um das Vertrauen in den Standort aufrecht zu halten, um weitere Investitionen zu planen und umzusetzen und damit Geschäftsaktivitäten zu einem nachhaltigen Erfolg führen,“ betont Dragoş Anastasiu, Präsident der AHK Rumänien. Das Interesse an Rumänien in Deutschland ist weiterhin groß. Entsprechend den AHK-Konjunkturumfragen ist das Niveau hinsichtlich der Zufriedenheit der Standortwahl – auch im Vergleich mit anderen osteuropäischen Ländern – durchaus erfreulich, jedoch werden auch zahlreiche Herausforderungen aufgelistet, die aktiv angegangen werden müssen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standort weiter zu gewährleisten.

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