DFDR-Vorsitzender nicht zum UDMR-Kongress

Donnerstag, 24. Januar 2019

Hermannstadt - Seinen 14. Kongress veranstaltet der Demokratische Verband der Ungarn in Rumänien (UDMR) am 22. und 23. Februar 2019 in Klausenburg/Cluj-Napoca. Zu den vom UDMR-Vorsitzenden Hunor Kelemen geladenen Gästen gehört auch Dr. Paul Jürgen Porr, der Vorsitzende des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR).
Der DFDR-Vorsitzende dankte dem UDMR-Vorsitzenden in einer E-Mail für die Einladung und teilte mit, dass er am Kongress nicht teilnehmen werde. In seinem kurzen Schreiben wünschte er „weitere Erfolge“ an der Seite der Weggenossen Dragnea & Tăriceanu.

„Ich halte es als unhaltbar, dass der Ungarnverband die von der Regierungskoalition getroffenen Maßnahmen der sogenannten Justizreform unterstützt hat, die eine deutliche Schwächung der Korruptionsbekämpfung bedeuten und den Rechtsstaat in Rumänien arg gefährden“, erklärte Dr. Porr. Aus diesem Grund werde er am Kongress nicht teilnehmen und sandte stattdessen „gute Wünsche“, teilt das DFDR mit.

Kommentare zu diesem Artikel

Verständigung initiieren, nicht verhindern, 29.01 2019, 13:08
Somit ist also alles im Rahmen, die Abweisung der Einladung ist gerechtfertigt.

Die gegenseitigen Beziehungen von FDGR und UDMR sind traditionell unproduktiver Art. Dies ist der Ausgangspunkt, den das DFDR noch nicht überschritten hat. Was spräche aber eigentlich dagegen, dass Dr. Porr die Einladung annimmmt und die einschlägige Kritik nicht alleine schriftlich veröffentlicht, sondern live und höchstpersönlich auf dem UDMR-Kongress als Gastredner direkt ins Mikrofon spricht? Wenn man schon zu seiner Kritik steht, dann sollte man auch dazu stehen können, sie in der größtmöglichen Öffentlichkeit zu verteidigen - schriftlich ist vornehm und zurückhaltend, also diplomatisch, aber den einfachen Menschen beeindruckt ein lebendiges und ohne jede diplomatische Zwischenschaltung direkt von Mund zu Ohr gesprochenes Statement nochmal zusätzlich.

Wenn man den Kontext und den Zusammenhang unverantwortlich findet (womit ich völlig einverstanden bin), sollte man sich auch - im wahrsten Sinne des Wortes - kein Blatt mehr vor den Mund nehmen. Nicht verbale Gewalt anwenden, klar, aber auch nicht ausgesprochen zuviel Höflichkeit. Kritik und Höflichkeit vertragen sich eher miteinander als Kritik und Abwesenheit
Manfred, 24.01 2019, 21:04
Nachvollziehbare Entscheidung des DFDR...Ob man die "Grußbotschaft" irgendwie offiziell veröffentlicht?Das die Ungarn gern Regierungsverantwortung übernehmen,um eigene Interessen durchzusetzen,kann ich nachvollziehen,aber die aktuellen Machthaber zu dulden,das muß wirklich nicht sein.

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