Die Abstiegsangst geht um

Erste Liga: Temeswar und Năvodari mit Paukenschlägen

Montag, 28. April 2014

Zaudern und Zögern ist derzeit in der ersten rumänischen Fußballliga über weite Strecken angesagt. Das heißt jedoch nicht, dass die Überraschungen ausbleiben. Fünfmal stand es nach 90 Spielminuten 1:0 in den sechs bis Sonntagabend ausgetragenen Partien des 29.Spieltages. Allein Dinamo Bukarest fiel mit ihrem 3:1 bei Concordia Chiajna aus dem Rahmen. Und darüber hinaus: Von den fünf 1:0-Resultaten gingen drei an die Gästemannschaften.

Als hohe, bis haushohe Überraschungen gelten alle drei 1:0-Auswärtssiege, Ergebnisse, die die Liga noch mehr aufmischen und das Geschehen in der unteren Tabellenhälfte überaus stark komplizieren. Gaz Metan Mediasch hat sich mit dem Sieg bei Ceahlăul Piatra Neamţ praktisch schon den Klassenerhalt gesichert, anderseits wurden die Moldauer in der Frühjahrsrunde praktisch durchgereicht: vom 6.-7. Platz bis auf den 13. Diese Negativserie hat auch den unglücklichsten aller Trainer dieser Saison den Job gekostet. Marian Bondrea wurde nämlich nach nur zwei Wochen als Cheftrainer in Piatra Neamţ gefeuert. Zuvor war er seit Winter als „Schutzschild“ für Costel Ilie im Verein, da letzterer zwar Übungsleiter war, doch keine Trainerlizenz für die Erste Liga besaß.

Poli Temeswar hat die Heimschwäche von Pandurii Târgu Jiu ausgenutzt und dem ehemaligen Erfolgstrainer von Pandurii, Petre Grigoraş, seinen Neueinstand gehörig vermasselt. Der Abwehrspieler Belu erzielte nach einer halben Stunde das einzige Tor der Partie, das in Temeswar für ein leichtes Aufatmen sorgte. Dafür ist Oţelul Galatz in einem Sechs-Punkte-Spiel gegen eine der leistungsmäßig schwächsten Mannschaften der Liga zu Hause untergegangen. Săgeata Năvodari gewann in Galatz und tauschte mit der Oţelul-Elf von Trainer Ewald Lienen die Plätze: Galatz rangiert nun auf einem Abstiegsplatz.

„Noch sind wir nicht durch“, sagt der Coach von Uni Klausenburg, Mihai Teja, nach dem 1:0 über den FC Vaslui, dessen Spiel letzten Meldungen nach unter der Bezeichnung „brotlose Kunst“ zu bewerten ist. Vaslui wird wegen Gehaltsschulden an die Spieler keine Lizenz für die erste Liga bekommen, also steht schon mal ein Absteiger neben dem Schlusslicht Corona Kronstadt fest. Die Zweitplazierte Astra Giurgiu hält auch nach dieser Runde den Dritten, Petrolul Ploieşti, auf Distanz, nachdem sie 1:0 gegen CFR Klausenburg gewonnen hat. 

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