Die älteste Wirtschaftsidee der Welt

Nachfrage und Angebot zusammenführen

Samstag, 03. November 2012

Ştefan Vlădoiu mit den Aufklebern für seine Internetseite. Foto: Hans Butmaloiu

Dienstleistungen in den verschiedensten Bereichen werden von Soziologen als eines der wichtigsten Merkmale für die Entwicklungsstufe einer Gesellschaft eingestuft. Um so mehr Dienstanbieter es gibt und um so vielfältiger ihre Angebote sind, um so einfacher wird unser Alltag, besagen Statistiken und Umfragen.  Taxidienste gehören auch dazu. Und um einen Taxidienst besonderer Art geht es im Folgenden.
Ştefan Vlădoiu (26) ist Taxifahrer und hatte vor einigen Jahren eine Idee, wie er eine bessere Auslastung erzielen könnte um dadurch bessere Dienste zu bieten und natürlich mehr Kunden zu haben.

Wie hat alles angefangen?

Angefangen hat es, als ich noch keinen eigenen Wagen hatte, noch für eine Firma gearbeitet und den Ablauf kennengelernt habe. Damit meine ich die Aufträge, welche außerhalb einer Stadt sind, wenn man z. B. jemanden zu einem Flug bringen oder abholen soll. Dann ist immer die eine Hälfte der Fahrt leer, muss aber bezahlt werden, also immer ein Teilverlust. Ich habe lange Zeit verschiedene Lösungen überlegt und auch wieder verworfen bis ich die jetzt angewandte gefunden habe: Die Internetseite www.taxibook.ro, welche unser Wahrzeichen geworden ist.

Was bietet diese denn Besonderes für den Kunden?

Sie bringt Kunde und Dienstleistung zusammen. Beteiligen darf sich jeder zugelassene Taxifahrer in eigenem Namen sowie jeder Kunde der eine Fahrt benötigt. Wohlgemerkt: es geht hier nur um Fahrten außerhalb der Stadt und welche zumindest mittelfristig geplant sind. Als typisches Beispiel gebe ich eine Fahrt zu einem Flugplatz, sei es nun Otopeni oder Hermannstadt.

Bekommt ein Fahrer solch einen Auftrag, so meldet er ihn sofort auf seiner Seite mit Datum und Stunde und natürlich Fahrtrichtung, also hin oder zurück. Dadurch kann ein Kunde, dem Tag und Stunde passen, die andere Fahrtrichtung belegen und im Endeffekt sparen beide Kunden die Hälfte der Fahrkosten. Denn das ist ja der Sinn: Einen günstigeren Fahrpreis zu bieten.

Gut, der Vorteil ist offenkundig, doch wie viel solcher Fahrten gibt es, um den Aufwand zu rechtfertigen und wirtschaftlich zu machen?

Viele! Ich habe Kollegen, die wöchentlich mindestens einen solchen Auftrag haben; nicht nur für Flugplätze, auch andere Fahrten, hauptsächlich Dienstreisen für Kunden, welche einen Wagen benötigen aber diesen z. B. nicht selber mieten wollen. Am besten sehen sie sich unsere Seite an – daraus geht hervor, welche Auslastung wir schon haben.

Als Werbung haben alle, die sich beteiligen wollen, einen Aufkleber bekommen den sie auf ihren Wagen anbringen und so die Internetadresse auch auf diese Weise bekannt machen. Die Dienstleistung hat sich schnell herumgesprochen, auch durch Mundpropaganda unter Kollegen, auch durch die Kunden selbst. Für diese besteht ja der große Vorteil der halben Kosten und das spricht sich herum.

Und wie meldet sich der Kunde wenn er eine Fahrt anmelden will?

Noch einfacher: Er trägt sie in das Formular unserer Seite ein. Dort erscheint sofort, welcher Fahrer schon eine Fahrt angemeldet hat, es können ja auch mehrere Personen in eine Richtung befördert werden, dann teilen sich ja auch die Kosten. Und der Kunde sieht auch sofort, wer sein Fahrer sein wird, mit allen Angaben: E-Mail, Rufnummer u.s.w., einschließlich einem Foto. Ein Kunde der z. B. einfliegt und eine Fahrt benötigt, der wird sich von seinem Standort, wo auch immer dieser liegt, über das Internet melden, die Fahrt buchen und er wird vom Fahrer, welcher eben einen Gast abgesetzt hat, erwartet. Eine gewisse Zeitspanne um die Rückfahrt anzutreten, ist natürlich auch drin.

Vielen Dank für die Erklärungen und viel Erfolg im Geschäft!

Das Gespräch führte Hans Butmaloiu

Kommentare zu diesem Artikel

Vladoiu Stefan, 18.12 2012, 12:02
Danke!

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