Die Banater Berglanddeutschen von A bis Z

Zu Waldemar G. König, Karl L. Lupşiasca, Erwin J. Ţigla (Hrsg.), Die Banater Berglanddeutschen: Ein Handbuch, Verlag „Banatul Montan“ Reschitza 2013

Mittwoch, 30. Oktober 2013

„Wir widmen dieses Handbuch unserer Volksgruppe“. So das vorgenannte Herausgebertrio aus Reschitza über ihr schwieriges, weil breitgefächertes Unterfangen, ein aktuelles Handbuch über die kleine aber traditionsbewusste Gemeinschaft der Banater Berglanddeutschen zu verfassen und herauszubringen. Der 401 Seiten fassende Band, unter den derzeitigen Bedingungen offensichtlich nichts Alltägliches, erschien als 55. Band des Kultur- und Erwachsenenbildungsvereins „Deutsche Vortragsreihe Reschitza“ mit großzügiger Unterstützung des Departaments für interethnische Beziehungen durch das DFDR. Als Nachschlagewerk gedacht, versteht sich dieses Handbuch als Querschnitt durch die Geschichte der deutschen Volksgruppe im Banater Bergland von der Ansiedlung bis in unsere Zeit, also von den Gründern, der heterogenen Gruppe deutscher und deutschsprechender Ansiedler aus den Habsburger Kronländern, bis zu den Banater Berglanddeutschen als ethnische Minderheitengruppe unserer Tage. Dieser neue Band, dem eine langjährige Teamarbeit in der Forschung und in der Datensammlung zugrunde liegt, schließt sich der vor drei Jahren erschienenen ersten Auflage an.

Es wird dabei nicht nur viel Wissenswertes über das Banater Bergland, speziell über Entstehung, Entwicklung, Lebensweise, Kultur und Traditionen der deutschen Gemeinschaft geboten. Das detailreich Dokumentierte ergibt zudem exakte und aktualisierte Statistiken und Zeittafeln, u.a. eine exakte Auswertung der Volkszählung, genaue Verzeichnisse über die deutsche Bevölkerung, über die heute von Deutschen bewohnten Ortschaften, über Vereine und Tätigkeit des Demokratischen Forums der Banater Berglanddeutschen. Die von Erwin. J. }igla erstellte Zeittafel des Banater Berglands setzt mit dem Jahr 1717 ein, als die ersten Ansiedler aus Tirol und aus der Zips nach Orawitza kamen und führt mit genauer Datierung bedeutender Ereignisse durch drei Jahrhunderte. Es folgt eine Zeittafel zur Ansiedlung von K.L. Lup{iasca und eine Vorstellung der Deutschen als ethnische Minderheit von W.G. König.

Interessant die Präsentierung aller Ortschaften des Banater Berglands mit deutscher Bevölkerung, dann die der deutschen Zeitungen und Zeitschriften.  

Präsentiert werden zudem alle DFBB- Filialen, gar mit einer Liste der Gründungsmitglieder dieser Lokalforen, mit einer letzten Statistik 2012, der deutsche Unterricht 1991-2013. Aufschlussreich die 151 Seiten fassende Tafel mit deutschen und deutschsprachigen Persönlichkeiten, alphabetisch geordnet und über drei Jahrhunderte reichend, aus dem Banater Bergland. Darunter u.a. so bekannte Persönlichkeiten wie die Schriftsteller Otto Alscher (geb.1880), Peter Barth (1898), Rolf Bossert (1952), Alexander Tietz (1898), die Bischöfe Alexander Bonnaz (1812) und Augustin Pacha (1870), die Maler Tibor Bottlik (1884), Hans Stendl (1939), Peter Schweg (1944),Julius und Viktor Stürmer (1915 bzw. 1914).

Zum Abschluss werden noch die bisher erschienenen Bände des „Kultur- und Erwachsenenbildungsvereins „Deutsche Vortragsreihe Reschitza“ in Wort und Bild präsentiert. Beigelegt für alle Leser eine kleine Landkarte des Banater Berglands . 

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