Die Deutschen im Banat, in Reschitza vorgestellt

Zwei Veranstaltungen mit eifrigen und erfolgreichen Erforschern der jüngeren Geschichte der Banater Deutschen

Mittwoch, 27. Juni 2018

Dușan Baiski und Felician Velimirovici Foto: Lucian Duca

In den vergangenen Wochen wurden zwei Buchpräsentationen in der Reschitzaer Deutschen „Alexander Tietz“-Bibliothek im Beisein von Mitgliedern der Banater Berglanddeutschen Minderheit und von Banater-Geschichte-Interessierten vorgestellt.

Am 13. Juni kam Prof. Dr. Smaranda Vultur aus Temeswar, emeritierte Hochschullehrerin und aktive Archivarin der Universitätsbibliothek Temeswar, nach Reschitza mit dem jüngsten von ihr herausgegebenen Buch „Germanii din Banat prin povestirile lor” (= „Die Deutschen im Banat durch ihre Erzählungen”), erschienen im prestigevollen Verlag „Polirom” Jassy, 2018. Eingeführt in die Veröffentlichung hat der Reschitzaer Journalist Werner Kremm. Er erwähnte in seiner Vorstellung die Einführungsworte zum Band durch den Reschitzaer Historiker und nun in Klausenburg lebenden Prorektor der „Babeș-Bolyai“-Universität, Prof. Dr. Rudolf Gräf (er schrieb eine vorbildliche Einführung in die Geschichte des Banats) und des vor einigen Jahren verstorbenen Historikers Valeriu Leu (dieser erläuterte, wie die Rumänen die Deutschen im Banat betrachteten, wie sie sie zu schätzen lernten).

Es folgte die Reschitzaer Rumänisch-Lehrerin Adela Schindler, die bei der Aufnahme von Interviews für das Buch mitgemacht hat, so z.B. das Interview mit dem ehemaligen Vorsitzenden des Russlanddeportierten-Verbands im Banater Bergland, Karl Bereznyak. Sie erzählte über die Bedeutung der mündlichen Geschichte und der Geschichte des kleinen Mannes heute, in einer Zeit, in der immer mehr darauf zurückgegriffen wird.

Zum Schluss sprach die Herausgeberin selbst. Prof. Dr. Smaranda Vultur erläuterte, wie das Buch, als zweite, ergänzte Ausgabe der im Jahre 2000 im Bukarester „Paideia“-Verlag erschienenen Erstveröffentlichung, zustande kam. Sie erzählte u.a. auch über die Aufnahmen im Banater Bergland, besonders in Reschitza und in den Deutschböhmendörfern am Semenik-Hang. Zum Schluss gab die Herausgeberin Autogramme.

Einen Tag später, am 14. Juni fand in der selben Deutschen „Alexander Tietz“-Bibliothek Reschitzas die Buchpräsentation: „Război în Banat. Studii monografice” (= „Krieg im Banat. Monographische Studien”), erschienen im Temeswarer „Artpress”-Verlag, 2017, mit dem Autor Dușan Baiski aus Temeswar, statt. Eingeführt in den Band hat der Historiker Felician Velimirovici von Seiten des Museums des Banater Montangebiets Reschitza. Über den Buchautor sprach noch die Hochschullehrerin aus Temeswar, Doz. Dr. Ileana Rotaru.

Der Autor selbst erzählte u.a., wie er stundenlang täglich in den Archiven nachforschte, um dieses Buch, das im Mittelpunkt u.a. auch die Deutschen des Banats hat, herauszugeben. Tausende von Archiv -Aufnahmen halfen ihm dabei. Somit kann man viel mehr auch über die Geschichte der Deutschen im Banat in der Zeit des Zweiten Weltkriegs erfahren, wenn man dieses Buch liest.

Zum Schluss präsentierte Dușan Baiski die alle drei Monate in Tschanad erscheinende und vom Gemeinderat finanzierte Geschichte-Zeitschrift „Morisena“.

 

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