Die dritte Dimension

Neuer Blick auf die Werke der Brukenthal-Sammlung mithilfe der 3D-Technik

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Kurator Alexandru Sonoc erklärte den Journalisten die Ausstellung. Foto: Andrey Kolobov

Hermannstadt - Einen neuen, ungewöhnlichen Blick auf einige Gemälde ermöglicht den Besuchern die Ausstellung „Brukenthal 3D Expo“. Diese wurde am Freitag im Multimedia-Saal im Blauen Stadthaus eröffnet. „Es ist das erste Mal, dass die Werke aus der Sammlung des Brukenthal-Museums dreidimensional gezeigt werden“, erklärte der Ausstellungskurator Dr. Alexandru Sonoc.

Seit Jahresanfang hat ein Team von Kunst- und Grafikfachleuten an der Ausstellung gearbeitet. Fast 100 Gemälde wurden für das Projekt ausgesucht, jedoch konnten nur 24 davon um eine Dimension erweitert werden. „Die Bearbeitung der Werke der niederländischen oder flämischen Maler erwies sich wegen zahlreichen abgebildeten Personen als unmöglich“, bedauerte Sonoc. Und so zeigt die Ausstellung Gemälde der deutschen, italienischen und sogar zweier rumänischer Maler. Die Dreidimensionierung eines Gemäldes nahm im Durchschnitt acht Stunden in Anspruch: Viel weniger, als ein Maler gebraucht hatte, um das Kunstwerk zu vollenden, meinte Sonoc. Das älteste ausgestellte Gemälde, „Kreuzigung“, trägt die Unterschrift des italienischen Malers Antonello da Messina, seine Entstehung geht in die zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts zurück.

Der Zweck der Exposition ist es nicht, die Technik der digitalen Bildbearbeitung zu zeigen, sondern diese Technik zur Förderung der beeindruckenden Museumssammlung zu verwenden. Nach Meinung der Organisatoren, dürfte die „Brukenthal 3D Expo“ besonders für die jungen Besucher des Museums interessant sein. Im kommenden Jahr plant das Brukenthal-Museum die bearbeiteten Werke als Ansichtskarten beziehungsweise auf einer DVD herauszubringen.

Die Ausstellung im Blauen Stadthaus kann bis zum 8. November besichtigt werden.

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