Die erste Radfahrerzählung

Eine Aktion rückt die Radfahrer in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit von Behörden

Sonntag, 17. Februar 2013

Mit diesem und ähnlichen Plakaten wirbt man für die Aktion. Foto: www.portocalamecanica.ro

Hermannstadt - „In Rumänien gibt es keine Statistik über die Anzahl der Fahrradfahrer und das macht uns anfällig angesichts der Gleichgültigkeit von Behörden“, teilen die Organisatoren der ersten Radfahrer-Zählung mit. Nicht einmal das Nationale Statistikinstitut besitzt irgendwelche Zahlen betreffend die Fahrradfahrer. Insbesondere in den Großstädten führt die Abwesenheit einer Statistik zu den Aussagen wie: „Wir haben keine Fahrradkultur wie die Deutschen, Österreicher oder Belgier“.

Mit Hilfe der Aktion „Câţi biciclişti suntem“ (Wie viele Fahrradfahrer sind wir) soll nun eine möglichst genaue Zahl der Radfahrer ermittelt werden. Die Statistik soll nicht nur die Städte mit den meisten Fahrrädern, sondern zum Beispiel auch die Jahreszeiten erfassen, in welchen die meisten Radfahrer unterwegs sind.

Die Organisatoren der Zählung hoffen, dass die gesammelten statistischen Daten sowohl den Stadtverwaltungen als auch den Lobbygruppen von Nutzen sein werden. Während die ersteren sich um die Schaffung einer nötigen Infrastruktur kümmern werden, haben die letzteren feste Zahlen in der Hand, um mehr Rechte für die Radfahrer zu erkämpfen. Die eindeutigen Gewinner sind jedoch die Radfahrer selbst: „Sie werden merken, dass sie nicht zu einer Randgruppe der Gesellschaft gehören“, meinen die Aktionsveranstalter.

Die Anmeldung erfolgt durch das Ausfüllen eines kurzen Formulars auf der Webseite www.catibiciclistisuntem.ro. Momentan liegt die Anzahl der Angemeldeten bei überschaubaren 5309, doch steigt sie im Minutentakt. „Wir sind mehr, als man denkt“, behaupten die Organisatoren. Sie könnten Recht behalten.

Laut einer europaweiten Studie wurden in Rumänien in den Jahren 2008-2011 rund 875.000 neue Fahrräder verkauft. Diese Studie umfasst aber weder die alten noch die auf den unzähligen Second-hand-Märkten gekaufte Fahrräder.

Kommentare zu diesem Artikel

Daniel, 18.02 2013, 23:04
Falls Ihr Kommentar lustig sein sollte - das ging wohl in die Hose
Rudi, 18.02 2013, 22:31
Das mit den rotmarkierten Radwegen in Sibiu, ist zwar sehr gut gemeint von der Primaria, diese sind jedoch hochgefährlich, denn die werden z.T. von den Autofahrern sehr oft im Unterbewußtsein nicht respektiert ! Mit Sicherheit für die Radfahrer hat das wenig zu tun !!
Ottmar, 17.02 2013, 14:47
Und das von mir gestohlene Fahrrad sollte in die Statistik. Ein 2000.-Euro Mountainbike

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