Die Fabrik für rote Blutkörperchen

Touristen schätzen gutes Preis-Leistungsverhältnis in Kopaonik

Dienstag, 29. Dezember 2015

Gesundheit und Vergnügen in einem: Die Höhenlage des beliebten Wintersportortes regt auch die Blutbildung an.

Moderne Skilifte verteilen über 34.000 Personen pro Stunde auf Pisten unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade.

Nicht umsonst trägt Kopaonik den Beinamen „Berge der Sonne und des Schnees“.

Wellness nach dem Sport
Fotos: livetimisoara.ro, Andreea Retezan, Bogdan Radu

Kopaonik: Der Name ist für viele Menschen aus Westrumänien längst ein Begriff. Das größte Skigebiet in Serbien begrüßt seit einigen Jahren Wintersportliebhaber von nah und fern. Zahlreiche Banater reisen vor allem im Winter dorthin, zum Skilaufen oder Snowboardfahren. Es ist die räumliche Nähe, die den Ort bei den rumänischen Touristen so beliebt macht, aber auch das gute Preis-Leistungsverhältnis, das laut Aussagen der Reisenden überall in Kopaonik vorhanden ist. Auch wurde in den letzten Jahren viel in die Gegend investiert, sodass Kopaonik mit anderen westeuropäischen Wintersportgebieten, wie beispielsweise jenen in Österreich, zu vergleichen sei.

„Die Zahl der Übernachtungen der rumänischen Touristen stieg im vergangenen Jahr um 33 Prozent. Ungefähr die Hälfte der Besucher in Kopaonik stammt aus dem Nachbarland Rumänien“, sagte Lazar Manoljovic, der serbische Konsul in Temeswar, bei einer offiziellen Vorstellung des serbischen Luftkurorts in Temeswar/Timişoara. Anwesend waren neben lokalen Journalisten auch mehrere Reiseveranstalter, die die Region in ihre Angebotspalette aufgenommen haben. Einen Aufenthalt in Kopaonik kann man auch selbst organisieren – denn die Unterkunftsmöglichkeiten sind inzwischen auf mehreren Webseiten aufgelistet.

Schneekanonen für verlängerten Winterspaß

64 Kilometer Skipiste und 24 Skilifte bietet das Wintersportgebiet etwa 260 Kilometer südlich von der serbischen Hauptstadt Belgrad. Der Ort ist von der globalen Erwärmung nicht betroffen. 97 Prozent der Skipisten sind mit künstlichen Schneekanonen versehen, so dass die Touristen die ganze Winterzeit über den Schnee nicht missen werden. Garantiert werden rund 160 Schneetage und über 200 Sonnentage im Jahr, so dass die Gebirgslandschaft nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer von Touristen aufgesucht wird. Nicht umsonst hat Kopaonik den Beinamen „Berge der Sonne und des Schnees“ erhalten.

Seit 2006 ist in Kopaonik ein modern ausgebautes Skizentrum in Betrieb. Alle Pisten sind mit Skiliften ausgestattet, die mehr als 34.000 Ski- und Snowboardfahrer pro Stunde befördern können. Die sogenannten blauen Skipisten überwiegen in Kopaonik – das sind Einrichtungen, die sich vor allem für Anfänger und weniger geübte Wintersportler eignen. Diese führen zu einer zentralen Plattform mit zahlreichen Cafés und einem sogenannten „Schneepark“, wo man Wintersportausrüstung ausleihen bzw. sich über die angebotenen Skikurse erkundigen kann. Etwa 54 Prozent der Pisten sind mit blauer Farbe gekennzeichnet, darüber hinaus gibt es 35 Prozent rote Pisten von mittlerem und elf Prozent schwarze Pisten mit gehobenem Schwierigkeitsgrad.

„Pancici expres“ heißt der Skilift, der die Wintersportler auf den Pancici-Gipfel befördert. Von hier aus haben sie die Möglichkeit, über eine blaue oder eine rote Piste den Hang hinunterzusausen. Die schwarze Skipiste „Duboka“ ist vor allem für Skifahrer mit mehrjähriger Erfahrung gedacht. Neben Anlagen für Nordic- und Alpin-Skifahren gibt es in Kopaonik ein Zentrum, wo nationale und internationale Wintersportwettbewerbe ausgetragen werden.

Kopaonik ist ein Ort für jedermann: Die Jugend darf sich einer Reihe von Clubs, Diskos und Bars für die nächtliche Unterhaltung erfreuen, Familien mit Kindern kommen im Schneepark auf ihre Kosten, wo es Möglichkeiten zum Skifahren, Eislaufen und Schlittenfahren gibt. Der „Skikindergarten“ ist mit einem Baby-Skilift ausgestattet, um den Kindern, die gerade das Skifahren erlernen, die Auffahrt zu erleichtern. Im Winter werden hier Skischulen für die kleinsten Sportler organisiert.

Jungbrunnen Kopaonik

Eine Fabrik für rote Blutkörperchen – so wird die Gegend um Kopaonik bezeichnet. Es ist bewiesen worden, dass ein Aufenthalt in über 1000 Metern Seehöhe dem Körper gut tut, denn durch die Blutbildung wird der Sauerstofftransport gefördert. Doch nicht nur aus gesundheitlichen Gründen sollte man Kopaonik besuchen. Hier ist nämlich das ganze Jahr über etwas los. Adrenalin-Liebhaber können sich Beschäftigungen wie Paragliding oder Bergsteigen widmen, Wan-derfreunde haben die Gelegenheit, die Gegend zu Fuß zu erforschen. Bergführer stehen ebenfalls zur Verfügung, es gibt aber auch viele Bergtouren, die auf eigene Faust in Angriff genommen werden können. Desgleichen gibt es hier Strecken, die mühelos mit dem Fahrrad bewältigt werden können. Da es so viele Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung gibt, eignet sich die Gegend bestens für Team Building-Aktivitäten, aber auch für die Organisation von Schüler-Freizeitlagern.

Schule unter freiem Himmel, eine Sommerschule für Englisch lernende Kinder, Programme für die Gewichtsreduzierung und das Wiedererlangen der physischen Kondition werden in Kopaonik mit Vorliebe veranstaltet. Zahlreiche Sportanlagen stehen den professionellen Sportlern von nah und fern für Trainingslager zur Verfügung. Im Winter kann die Region per Snowmobil oder mit Hilfe von motorisierten Schlitten erkundet werden. Winterfahrräder stehen für Interessierte zur Verfügung, aber auch Schneeschuhwandern kann in Kopaonik betrieben werden.

Für jene, die denken, dass sie sich im Gebirge langweilen könnten, gibt es auch Freizeitalternativen, die nichts mit Sport zu tun haben, wie etwa Einkaufen oder ins Kino gehen. Im Umkreis der meisten Hotels und Pensionen gibt es auch Läden mit Sportartikeln, Einkaufszentren, Restaurants und Kinos, Banken und Wechselstuben sowie einen Buchladen.
Eine Rundfahrt durch die Region lohnt sich: Die Gegend um Kopaonik beherbergt mehrere Klöster, wie zum Beispiel Studenita, Sopocani, Durdevi stupovi, Gradat, Stara i Nova Pavlita. Besichtigt werden kann aber auch die mittelalterliche Festung Maglic. Touristen können auch eine Floßfahrt auf dem Ibar-Fluss unternehmen oder zu den Geysiren und Wasserfällen wandern und sich zum Beispiel den höchsten Wasserfall in Serbien, den Jelovarnik, anschauen. Wein- und Schnapsliebhaber kommen auf dem Weingut Aleksandrovat auf ihre Kosten, wo berühmte Weine und Schnäpse zum Verkauf angeboten werden. Neben den guten Bedingungen zum Ausüben von verschiedenen Wintersportarten schätzen Touristen gerade die Freundlichkeit der Pensions- und Hotelbesitzer in Kopaonik – eine Gastfreundschaft, die überhaupt das serbische Volk prägt.

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Anfahrt und Preise

Von Temeswar/Timişoara aus ist Kopaonik über Werschetz, Kovin, Smederevo und Krusevac zu erreichen. Die Entfernung Temeswar-Kopaonik beträgt 388 Kilometer. Die Straße ist gut, allein die letzten 15 Kilometer bestehen aus Serpentinen. Gerade im Winter ist dieser letzte Straßenabschnitt mit Schnee bedeckt. Ein Skipass kostet 3200 Dinar für Erwachsene (27 Euro) und 1800 Dinar für Kinder (15 Euro). Die Wintersaison dauert hier vom 30. November bis Ende April 2016. Die Preise für die Unterkunft beginnen bei etwa 30 Euro/Nacht in einem Doppelzimmer. Auf www.skiresort.de können Interessenten nach dem Skigebiet „Kopaonik“ suchen und werden über booking.com zu den verschiedensten Unterkunftsmöglichkeiten weitergeleitet.

 

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