Die faszinierende Welt der Fotografie

Alexa Vlad veröffentlichte mit 17 ihre ersten Modelfotos

Montag, 29. Juli 2013

Alexa Vlad Foto: privat

Alexas bestes Modefoto erschien in einer Zeitschrift. Foto: Alexa Vlad

Rothaarig und immer lächelnd kommt sie mit einem Fotoapparat um den Hals daher: Alexa Vlad, eine 17-jährige Fotografin aus Temeswar/Timişoara. Sie besucht zurzeit die 12. Klasse des deutschen Nikolaus-Lenau-Lyzeums und hat in den vergangenen vier Jahren großes Interesse am Bereich der Fotografie gezeigt. Wie es dazu kam, wie sie sich entwickelt hat und was sie von der Zukunft erwartet?

Alexa erinnert sich an ihren ersten Fotoapparat, den sie mit 14 geschenkt bekam. Ihr Vater kaufte eine alte Fuji-Kamera, wusste aber nicht, wie diese funktionierte. Somit provozierte er Alexa, an einer Wette teilzunehmen, und versprach ihr den Fotoapparat, wenn sie ihm in drei Tagen alle Funktionen erklären könne. Bald begann Alexa, alles zu fotografieren, was sie finden konnte: von Vasen und Kerzen im Haus bis zu Schmetterlingen und Blumen in der Natur.
Im nächsten Jahr lernte sie einen Fotografen und Maler kennen, der nach Fotografien Bilder malte. Alexa war von dem professionellem Fotoapparat des Malers begeistert und wünschte sich sehnlichst einen ähnlichen zu ihrem 15. Geburtstag.

Vom Hobby zum Profi

Im ersten Jahr des Lyzeums nahm Alexa an mehreren Wettbewerben und Veranstaltungen teil, die ihr eine neue Perspektive über die Welt der Fotografie eröffneten. Ein ganzes Jahr lang war die Natur ihr Hauptmotiv, bis sie feststellte, dass sie Personen mehr faszinierten als Landschaften. Vor allem Gesichtsausdrücke der Menschen inspirierten das junge Talent. So vereinte sie die Fotografie mit ihrer Liebe zur Kleidung und Mode und experimentierte mit Modelfotos. Dabei suchte sie sich Mädchen auf Facebook aus, die gerne posieren wollten, und ließ sie verschiedene Kleider anziehen. Sie nahm Kontakt zu Make-up-Artisten auf, lernte andere Fotografen kennen, die ihr mehrmals die Chance gaben, mit ihnen zu arbeiten. Alexa nahm alle Gelegenheiten wahr, die sich ihr boten, um Erfahrung zu sammeln.

Außerdem schloss sie drei Kurse ab, die ihr nicht nur qualifizierende Zertifikate einbrachten, sondern zu ihrer persönlichen Ausbildung und Weiterentwicklung als Fotografin beitrugen.
Erste Publikationen

Alexas Ziel für die elfte Klasse war, ein von ihr geschossenes Foto in einer Zeitschrift veröffentlicht zu sehen. Mit Unterstützung von Make-up-Artistin Adriana Ungura{ konnte sie sogar zwei ihrer Bilder in zwei verschiedenen Zeitschriften publizieren. Schrittweise schaffte sie es, ein Team an Kräften, die bei den Shootings helfen, um sich zu versammeln. Nur die Models wählt sie alleine aus. Obwohl sie zugibt, schlanke, große Mädchen zu bevorzugen, sucht sie auch immer etwas Spezielles, Unverwechselbares an den betreffenden Personen.

Ihre Vorbilder knipsen für viele Modezeitschriften in der Welt, zum Beispiel Jamie Nelson und Patrick Demarchelier auf internationaler Ebene, sowie die Fotografin Marta Popescu aus Rumänien. Sie findet Gefallen auch an einigen internationalen Models, die nicht unbedingt sehr berühmt sind, sondern etwas Besonderes haben, wie Cintia Dicker oder Ashley Smith.

Höhenflug mit Grenzen

Alexa wusste vor drei Jahren nicht, dass Fotografie etwas Ernsthaftes sein kann. Es gab danach eine Zeit, als sie ehrlich daran dachte, Fotografie im Ausland zu studieren. Doch diese Träume fielen auseinander, weil sie nicht hundertprozentig sicher war, ob sie damit Erfolg haben kann. Ihre Familie unterstützt sie nur, solange Fotografie ein Hobby bleibt und nicht eine lebenslange Entscheidung, weil sie den Aussagen ihrer Eltern zufolge ein sehr unsicherer Bereich sei. Finanziell hat sie aber deren komplette Unterstützung. Im vergangenen Jahr richteten ihre Eltern ihr ein eigenes Foto-Studio ein, voll ausgestattet, in der Garage, wo sie heute ihre Shootings organisiert. Geld verlangt sie nur für Fotos, die für ihr Portfolio unnötig sind, oder die die Leute einfach nur auf Facebook posten wollen. Fotografie ist für Alexa Vlad vorläufig keine ernsthafte Einnahmequelle.

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