Die Kraft der Vielfalt

RST beteiligt sich an Europäischem Straßentheaterprojekt

Donnerstag, 28. April 2016

Dynamische Freude an der Zusammenarbeit bei den Vorbereitungen der Theater- und Tanzvorführungen.
Foto: die Veranstalter

Hermannstadt – Im Zeitraum 2016-2018 ist das Radu-Stanca-Theater Hermannstadt/Sibiu Partner im Europäischen Projekt „Power of Diversity – The Crossing Lines Project“ (auf Deutsch „Die Kraft der Vielfalt – Das Projekt der Grenzüberschreitung“). Das Großprojekt verknüpft in Zusammenarbeit mit Jugendlichen sehr unterschiedlichen Hintergrunds aus ganz Europa das traditionelle Straßentheater mit aktuellem Straßentanz und zielt darauf, den Grundstein für ein multinationales Theater- und Tanzunternehmen zu legen. Im ersten Teil des Projektes, das bis zum Juni 2017 abgerollt wird, veranstaltet jeder Projektpartner ein 14-tägiges Atelier für Jugendliche im Alter von 16 bis 23 Jahren. Die Workshops bereiten jeweils kleinere Aufführungen – für etwa 1.000 Zuschauer – vor, die an unkonventionellen Orten stattfinden sollen: auf einem Markt, in einem Bahnhof, einem Park oder anderweitigen Gebäuden, die nicht eigens Vorstellungen gewidmet sind. Die Themen der einzelnen Produktionen werden in jeder der zehn beteiligten europäischen Städte unterschiedlich sein und vom Team des Freiburger Aktionstheaters „PAN.OPTIKUM“ sowie dem Berliner „RAPucation“ koordiniert.

In Hermannstadt haben die Vorbereitungen für das Projekt im April dieses Jahres begonnen. Die Regisseurin Sigrun Fritsch, die Choreographin Veronica Schell und der Verantwortliche für Erziehungsmanagement Nima Feyzi Shandi sind mit den interessierten Jugendlichen in einem Workshop für Theater, Tanz und Rap zusammengekommen. Die Hauptetappe des Ateliers für die Lokalvorstellung wird im Zeitraum 8.-17. Juni stattfinden. Für den 18. Juni ist die öffentliche Vorführung im Rahmen der 23. Auflage des Internationalen Theaterfestivals in Hermannstadt geplant, möglicherweise im hierfür sehr geeigneten Astra-Park, wie Sigrun Fritsch betonte. Im Anschluss an die Workshops werden höchstens drei Teilnehmer aus jeder Partnerstadt ausgewählt, um in Freiburg im Zeitraum Juni-Juli 2017 für drei Wochen an den Vorbereitungen für die nächste Etappe des Projektes mitzuwirken: die Produktion der Abschlussvorstellung. Die so zusammengestellte Gruppe wird der „Kern“ einer riesigen Theaterproduktion sein, die auch Hip-Hop, Rap und andere Tanzarten umfasst. Im Zeitraum August 2017 bis September 2018 soll die für rund 100.000 Zuschauer geplante Endproduktion eine Europäische Tournee durchführen, für welche auch die jeweiligen Partner des Projekts Gastgeber sein werden.

„Power of Diversity - Crossing Lines” wird vom Programm „Kreatives Europa“ der Europäischen Union mitfinanziert. Am Projekt beteiligt sind neben dem Radu-Stanca-Theater und den koordinierenden Institutionen: aus Deutschland das „Gerhart Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau“, aus Spanien „Promoción de la Ciudad de Las Palmas de Gran Canaria“, aus Norwegen „Pikene pa Broen“ (Kirkenes), aus Polen „Bytomskie Centrum Kultury“ (Bytom) und Cyprian Kamil Norwid Theater (Jelenia Góra), aus Großbritannien „The Creative Foundation“ (Folkestone) und „The Corn Exchange Trust“ (Newbury) sowie aus Dänemark das „Passage Festival“ (Helsingør).

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