Die Kultur ist der Unterschied

Die 19. Ausgabe des Internationalen Theaterfestivals beginnt am 25. Mai

Samstag, 12. Mai 2012

Hermannstadt - Die Theaterfans haben begonnen Karten zu besorgen. Wer es nicht getan hat, sollte sich sputen, denn die feierliche Eröffnung der 19. Ausgabe des Internationalen Theaterfestivals findet über zwei Wochen statt: Zwischen dem 25. Mai und dem 3. Juni wird das Großereignis heuer ausgetragen, um Hermannstadt/Sibiu zehn Tage lang in eine Kulturhauptstadt zu verwandeln.

Das diesjährige Motto des Theaterfestes lautet „Krisen. Die Kultur ist der Unterschied“ (Crize. Cultura face diferenţa). Es möchte die Kulturschaffenden ermuntern, eine Alternative zu der schwierigen Zeit zu bieten, die wir durchmachen. Trotz der Krise umfasst das Programm auch 2012 zahlreiche Highlights, geboten von rund 2500 Artisten aus allen Ecken der Welt. Im Programm stehen wiederum Veranstaltungen in verschiedenen Sälen aber auch auf den Plätzen und Straßen der Stadt, im Erlen- und Astra-Park, in Kirchen und der Synagoge sowie auf der Michelsberger Burg.

Im Event-Angebot stehen Theaterinszenierungen, Ballett, Tanztheater, Konzerte, Zirkus, Puppentheater, Pantomime, Buchvorstellungen, Konferenzen, Ausstellungen, Workshops, viel Straßentheater und weiteres mehr. Wer meint, ein Novum sei bei diesem Festival nicht mehr möglich, wird eines Besseren belehrt: In Partnerschaft mit TVR Cinema wird heuer eine Sektion Film eingeführt, in deren Rahmen die Streifen „Undeva la Palilula” von Silviu Purcărete, „Akropolis” von Jerzy Grotowski, der Dokumentarstreifen von Liviu Ciulei „Prin gânduri şi imagini” sowie „Goldfish games” in der Regie von Jan Lauwers gezeigt werden. 

Zu den diesjährigen Höhepunkten wird wohl Peter Steins Melodram für Stimme und Klavier „Faust Phantasie“ gehören (Samstag, 26. Mai, Thalia-Saal). Mit Goethes „Werther“ steht das Schauspielhaus Graz im Programm (Sonntag, 27. Mai, Studiosaal). Mit dem „Prinzen von Homburg“ gastiert das Maxim-Gorki-Theater Berlin beim Festival (Sonntag, 27. Mai, Radu-Stanca-Theater), den „Woyzeck“ kann man in einer koreanischen Fassung und in jener des Katona-József-Theaters aus Ungarn sehen.

Auf ihre Kosten werden Shakespeare-Freunde kommen aber auch jene der russischen Autoren: Tschechows „Drei Schwestern“ führt das Nebolshoi Dramen Theater aus St. Petersburg auf (Freitag, 1. Juni), Dostojewskis „Brüder Karamazow“ bietet das polnische „Teatr Provisorium“ (Samstag, 2. Juni). Die Palette der Tanzdarbietungen reicht von Flamenco, über eine „Carmina Burana“, von Gigi Căciuleanu am Theater in Neumarkt/Tg. Mureş inszeniert zu der Vorstellung mit zeitgenössischem Ballett der „Vertigo Dance Company“ aus Israel. Am Großen Ring wird es wiederum nicht bloß spektakuläre Shows von Straßentheater-Truppen geben, sondern an den beiden Wochenenden auch Konzerte von Ştefan Bănică Jr., Voltaj, Horia Brenciu oder Smiley.
Das detaillierte Programm des Festivals kann auf der Webseite www.sibfest.ro eingesehen werden. In Verkauf gesetzt wurden 20.000 Tickets deren Preis zwischen 10 und 40 Lei schwankt. Zu kaufen sind sie bei der Theateragentur in der Heltauergasse/Str. Bălcescu oder über das Eventim-Netz (www.eventim.ro).

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