Die lustigen Musiker aus dem Käfig

Freiflug ist für Zebrafinken nicht zu empfehlen

Freitag, 04. Januar 2013

Australische Zebrafinken lieben die Gesellschaft anderer Artgenossen. Foto: flickr.com

Sie sind klein, robust und relativ leicht zu züchten: Zebrafinken sind bei Vogelfreunden und Tierhändlern sehr beliebt. Der kleine Ziervogel kommt ursprünglich aus Australien und es gibt ihn mittlerweile in mehr als hundert Farbschlägen.

Das aufgeweckte Vögelchen fühlt sich am wohlsten in der Gesellschaft von mindestens einem Artgenossen. In seiner Heimat Australien lebt er in Gruppen oder Schwärmen, weshalb eine Züchtung von mehreren Finken in einem Käfig zu empfehlen ist. Es können durchaus auch zwei Tiere des selben Geschlechts sein, denn Zebrafinken vertragen sich untereinander sehr gut. Falls man ein Männchen und ein Weibchen zusammenhält, sollte man bedenken, dass die Vögel das ganze Jahr über paarungsbereit sind.

Ein größerer Käfig oder eine Voliere eignen sich bestens für eine artgerechte Haltung, denn sonst wird der Platz schnell zu klein. Beim Brüten sollten sie nicht gestört werden.  Am liebsten, man stellt den Käfig an einen ruhigen Ort.

Die Geschlechterbestimmung ist bei Zebrafinken relativ einfach. Wie bei den meisten Vögeln ist das Männchen im Vergleich zum Weibchen prächtiger gefärbt. Er hat einen orangenen Wangenfleck und einen schwarzen, horizontal verlaufenden Streifen auf der Brust. Zebrafinken sind im Vergleich zu Kanarienvögeln oder Sittichen schwer zu zähmen, weshalb der Freiflug durchs Zimmer nicht empfehlenswert ist. Wegen der geringen Körpergröße (10-11 Zentimeter) können sie sich leicht hinter Möbelstücken verfliegen und sich dabei verletzen. Außerdem kehren sie nicht immer von selbst in den Käfig zurück. 

Die kleinen Vögel sind sehr widerstandsfähig, jedoch sollte man ihnen Temperaturen unter 10 Grad Celsius nicht zumuten. Neben den Körnern, die ihnen als Futter zur Verfügung gestellt werden müssen, sollte man ihnen regelmäßig auch Frischfutter geben. Sie fressen gern Löwenzahn, Vogelmiere und Gurke. Sand, Vogelgrit und zerstoßene Eierschalen versorgen die Vögelchen mit ausreichend Mineralien und Kalzium.

Die lebhaften Gesellen sind nicht zum Streicheln. Das sollten vor allem Leute bedenken, die sie für ihre Kinder kaufen möchten. Wer gern ein paar unterhaltsame Stunden verbringen und die lustigen Finken beobachten möchte, für den sind Zebrafinken die idealen Haustiere. Die Vögelchen geben ein witziges „Tröten“ von sich und verfügen auch über ein ganzes Repertoire an Liedern, die sie immer exakt auf dieselbe Art wiedergeben können.

Kommentare zu diesem Artikel

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*