Die meisten „Bologna-Professoren“ sind an der West-Uni

90 Hochschullehrer aus ganz Rumänien wurden prämiert

Donnerstag, 09. Juni 2016

Der Rektor der West-Universität Temeswar Marilen Pirtea (Mitte) mit den dreizehn Hochschullehrern.
Foto: West-Uni Temeswar

Temeswar – Die meisten „starken Professoren“ kommen auch in diesem Jahr von der West-Universität Temeswar. 90 Universitätslehrer aus ganz Rumänien wurden im Rahmen des Wettbewerbs „Bologna-Professor“ prämiert, dreizehn von ihnen sind an der West-Uni tätig. Aus Temeswar wurden außerdem in diesem Jahr weitere vier Professoren von der Universität „Politehnica“ mit dem Titel beschenkt. Veranstalter der „Gala der Bologna-Professoren“ ist der Nationale Bund der Studentenorganisationen aus Rumänien ANOSR. Die Gala wurde in diesem Jahr zum neunten Mal organisiert und fand zwischen dem 3. und 5. Juni in Karlsburg/Alba Iulia statt. Die dreizehn Professoren von der West-Universität Temeswar sind an folgenden Fakultäten tätig: Kunst und Design, Chemie-, Biologie- und Geographie, Wirtschaft und Management, Philologie, Geschichte und Theologie, Soziologie und Psychologie, Politikwissenschaften, Philosophie und Kommunikationswissenschaften sowie am Departement für die Lehrerfortbildung.

Bereits 2015 kamen die meisten Professoren, die prämiert wurden, von der West-Universität Temeswar. Damals waren es zwölf Hochschullehrer. Die Professoren werden von ihren Studenten für den Titel vorgeschlagen. Wie die Vertreter von ANOSR sagen, ist der Titel „Bologna-Professor“ für jene Hochschullehrer bestimmt, „die die Studenten inspirieren und ihre Aufmerksamkeit durch Unterrichtsmethoden wecken, die Charaktere und die Gedanken der nächsten Generationen modellieren und den Respekt der Studenten erwerben“. Unter www.profitari.ro kann die Liste mit allen Professoren abgerufen werden, die den Titel erhalten haben.


Kommentare zu diesem Artikel

Tourist, 10.06 2016, 02:03
der ganze Bologna-Prozess war ein Fehler und eine Nivellierung nach unten. Es geht nicht mehr um humanistische, intellektuelle Bildung, sondern nur noch um stromlinienförmige Ausbildung um einen bestimmten Angestelltenposten als kompetenter Ja-Sager auszufüllen. Die Universität soll doch selbständige Geister heranzüchten und nicht unreflektierte Nachbeter. Wäre ich Universitätsprofessor, würde ich es mir verbieten, mich als Bologna-Professor zu bezeichnen.

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