Die Schiltaler Deutschen: Vergangenheit und Gegenwart

Donnerstag, 16. November 2017

Petroschen – Unter obigem Motto fand letzten Freitag im Studentenclub im Zentrum von Petroschen eine Begegnung mit Anton Hermann, dem Vorsitzenden des Demokratischen Forums der Deutschen aus Petroschen statt. Dazu eingeladen wurden Vertreter des Forums aus Petroschen und Lupeni, wie auch Freunde und Bekannte der deutschen Minderheit im Schiltal.

Nach den Einführungsworten von Anton Hermann folgten Tiberiu Iacob Ridzi, Bürgermeister des Munizipiums Petroschen, der die guten Beziehungen der Stadtverwaltung mit dem Deutschen Forum unterstrich und dabei den Beitrag der Deutschen zum Aufbau des Kohlen-Bergbaus nicht vergaß.Ebenso äußerte sich der Rektor der Universität aus Petroschen, Univ.-Prof. Dr. Ing. Radu Sorin, der die Bedeutung der deutschen Sprache für die Entwicklung der Jugendlichen unterstrich.

Der Senior unter den Deutschen im Schiltal, Ernest Ulrich, Autor zweier Bücher, die als Thema, die von ihm erlebte Russlanddeportation haben, Ehrenbürger von Petroschen, sprach über den Beginn der Deportation vor über 72 Jahren.
Zum Begegnungsvormittag kam aus Lupeni Dipl.-Ing. Gabriel Gabor, der über die Deutschen im Schiltal, besonders in Lupeni sprach, während Dr. Ing. Benor Voicescu, ehemaliger Direktor des Bergbaus in Petrila, über das multiethnische Zusammenleben in der Region berichtete.

Seitens des Demokratischen Forums der Deutschen sprachen der Geschäftsführer des Siebenbürgen-Forums, der Historiker Winfried Ziegler, und der Vorsitzende des Demokratischen Forums der Banater Berglanddeutschen, Erwin Josef Ţigla.
Deutschprofessorin Maria Marian von der hiesigen Universität war lange Jahre Forumsvorsitzende des Zentrumsforums Petroschen. Sie erzählte über die Geschichte dieser Organisation, über die mannigfaltigen Tätigkeiten, die im Laufe der Zeit hier entfaltet wurden.Musikalisch wurde die Begegnung durch die „Intermezzo“-Musikgruppe aus Reschitza (Marianne Chirilovici und Lucian Duca) umrahmt.

Auch die Besichtigung zweier Ausstellungen stand auf dem Programm. Die Erste stand unter dem Zeichen des Künstlers Cristian Ianza, einem international anerkannten Künstler, während die Zweite im Zeichen des Projekts „500 Jahre Reformation“ des Kultur- und Erwachsenenbildungsvereins „Deutsche Vortragsreihe Reschitza“ und des Demokratischen Forums der Banater Berglanddeutschen stand. Erwin Josef Ţigla zeigte Fotos aus dem Augustinerkloster in Erfurt, wo Martin Luther als Mönch eine Zeit lang weilte.

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