„Die Siebenbürger Sachsen über sich selbst“

Zweiter Band der Serie wurde im Ethnografiemuseum vorgestellt

Samstag, 11. Juli 2015

Dr. Ligia Fulga und Dr. Dr. h.c. Christoph Machat bei der Buchvorstellung im Kronstädter Ethnografiemuseum.
/ Foto: Dieter Drotleff

Kronstadt – Unter großer Beteiligung fand am Donnerstagnachmittag im Kronstädter Ethnografiemuseum die Vorstellung des zweiten Bandes der Serie „Die Siebenbürger Sachsen über sich selbst“ statt. Gewidmet ist der zweisprachige Forschungsband – rumänisch, deutsch – der fast 400 Seiten umfasst der Gemeinde Neustadt/Cristian bei Kronstadt/Braşov. Der erste Band erschien 2008 und wurde Deutsch-Weißkirch/Viscri und Meschendorf/Meşendorf aus dem Repser Gebiet  gewidmet. Die Serie ist als Ergänzung der Denkmaltopografie gedacht, die 1991 eingeleitet wurde und mit Unterstützung des Bundesministeriums des Inneren erscheinen konnte. Initiator war  der aus Schäßburg/Sighişoara stammende Kunsthistoriker und Denkmalpfleger Dr. Dr.h.c. Christoph Machat, ehemaliger Vorsitzender des Siebenbürgisch-Sächsischen Kulturrates. Er ist auch ein langjähriger Freund und Förderer des Kronstädter Ethnografiemuseums, dessen Kollektiv er mit Rat und Tat unterstützt.  Der aufliegende Band ist das langjährige Forschungsergebnis der Ethnologen des Kronstädter Museums, die in Feldforschungen und Interviews mit Ortsbewohnern, Traditionen des Brauchtums, der Kultur, des sozialen Lebens der Nachbarschaften aus dieser repräsentativen Burzenländer Gemeinde festhielten.

Daher richtete die Direktorin des Museums und Koordinatorin des Bandes Dr. Ligia Fulga mehrmals den Dank an die Neustädter Sachsen die sich den Gesprächen gestellt haben, zum Teil nun auch anwesend sein konnten und an ihre Mitarbeiter aus dem Museum, die unermüdlich im Einsatz waren, um dieses auch reich illustrierte Werk abschließen zu können. Ein weiterer Band wird folgen. Noch ist aber nicht festgelegt welcher Ortschaft, voraussichtlich aus dem Harbachtal oder dem Fogarascher Gebiet, es gewidmet werden soll. Dr. Christoph Machat, der den Einsatz des Forschungskollektivs hervorhob, betonte bei der Buchvorstellung, dass man die sächsische Kultur nur verstehen kann, wenn man vor Ort die Gemeinschaft und deren Mentalität kennenlernt. Wichtig sind diese Aufzeichnungen auch wegen dem nach 1990 erfolgten Massenexodus.  Akademiemitglied Sabina Ispas bezeichnete den Band als eine Filigranarbeit, Ethnologe Dr. Ioan Opriş als eine faszinierende Monografie. Der amtierende Kreisratsvorsitzende Univ.-Prof. Dr. Claudiu Coman bezog sich auf den grundlegenden Beitrag der Sachsen in der Entwicklung der Gemeinde. Altdechant Pfarrer Klaus Daniel betonte, der Band sei noch in der 12. Stunde erschienen, da die Gemeinschaft stark zusammengeschmolzen sei. Den Band werden wir in einer nächsten Ausgabe der Karpatenrundschau vorstellen. Ebenfalls wird ein mit Dr. Christoph Machat geführtes Interview veröffentlicht.

Kommentare zu diesem Artikel

Tourist, 12.07 2015, 23:23
wenn man sich das Foto anschaut, ihren Gesichtsausdruck und im Kontrast dazu seinen, kann ich mir schon denken, was bei der Präsentation so gesprochen wurde, auch ohne dort gewesen zu sein.

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