Die Sprache als Konferenzthema

Interdisziplinäres deutsch-rumänisches Symposium am 3. und 4. Oktober

Sonntag, 28. September 2014

Hermannstadt - „Die Sprache“ ist das Thema eines internationalen Symposiums, das die Deutsch-Rumänische Akademie (Mainz) mit Unterstützung des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien am 3. und 4. Oktober veranstaltet. Teilnehmen werden daran Forscher aus unterschiedlichen Fachbereichen aus Rumänien und Deutschland. Die Konferenz beginnt am Freitag, um 19.30 Uhr, im Spiegelsaal des Forumshauses. Den Festvortrag zur Frage „Hat die deutsche Sprache in Siebenbürgen eine Chance“ hält Martin Bottesch. Im Folgenden findet ein musikalischer Abend statt, geboten von Bianca Manoleanu (Sopran), George Emil Crăsnaru (Bass/Bariton), Remus Manoleanu (Klavier) und Constantin Ionescu-Vovu (Klavier).
Der wissenschaftliche Teil des Symposiums beginnt am Samstag, dem 4. Oktober, um 9 Uhr in der Avram-Iancu-Aula der Lucian-Blaga-Universität (Schewisgasse/Bd. Victoriei). Dr. Radu Florin Nicolescu, der Vizepräsident der Deutsch-Rumänischen Akademie, wird die Teilnehmer und Teilnehmerinnen begrüßen und in das Thema einführen.

Es folgt der Vortrag von Prof. Dr. Horst M. Müller (Bielefeld) aus dem Fachbereich Biologie über die Entstehung der Sprache, wonach Prof. Dr. Alexandru Boboc von der Philosophischen Fakultät Bukarest über die Sprache aus der Perspektive der Semantik und Ontologie referieren wird. Nach einer Pause folgen zwei Vorträge aus dem Bereich Geschichte, gehalten von Prof. Dr. Armin Heinen (Aachen) und Dr. Christian Maner (Mainz) mit den Titeln „Die Wirklichkeit des Historikers, dessen Sprache und der Begriff der Gesellschaft“ bzw. „Sprache und Nation im rumänischen historischen Denken des 19. Jahrhunderts“. Aus dem Bereich der Theologie spricht Prof. Dr. Leonhard Hell (Mainz) zu „In welchen Worten spricht Gott? Theologische Überlegungen zu Sprache, Übersetzung und Offenbarung“, sowie Prof. Dr. Nicolae Achimescu (Jassy/Bukarest) über „Das theologische Denken im Dialog und in der Kommunikation in der heutigen pluralistischen Welt“.

Für den Nachmittag (14.30 bis 18 Uhr) wurden die Vorträge aus den Bereichen Medizin, Psychologie, Musikwissenschaft und Philologie-Germanistik vorgesehen. Aus erstgenanntem Fach kommt der Beitrag von Dr. Liane Michels über Hören und Sprache als wichtige Teile der Kommunikationsfähigkeit, wonach der Hermannstädter Psychologe Prof. Dr. Mihai Turcu über „Die hypothetisch positive Wirkung des Zweisprachenlernens auf die Konzeptbildung bei Kindern“ sprechen wird. Ob die „Sprache“ der Musik Begriff oder Methapher ist, wird Prof. Harald Müller (Düsseldorf) zu klären versuchen, wonach Prof. Dr. Veronica Gaspar (Bukarest) zur verbalen und non-verbalen Rhetorik in der Kunstkommunikation referiert. Die drei Vorträge von Prof. Dr. Roxana Nubert (Temeswar) sowie Dr. Sunhild Galter und Dr. Maria Trappen (Hermannstadt) über „Sprache und Diktatur bei Herta Müller“ bzw. „Die rumäniendeutsche literarische Sprache als Spiegel des gegebenen geografischen Raumes“ und „Sprache in der Finalphase. Linguistische Sterbebegleitung“ beenden die Konferenz.

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