Die Steierer halten zu Steierdorf

Massive Präsenz aus der Steiermark bei der Steierdorfer Kirchweih

Dienstag, 28. Mai 2013

Der DFBB-Vorsitzende E. J. Ţigla, Bürgermeister Gh. Românu, Vizebürgermeister D.Ungureanu und Klubobmann Ch.Drexler (v.l.n.r.) vor dem deutsch-rumänischen Kindergarten in Steierdorf

Während der Tanzdarbietung der Hitzendorfer brach am Dreifaltingskeitssonntag das Gewitter los, welches das gesamte Kirchweih- und Ortsgründungsjubiläum von Steierdorf durcheinanderbrachte.
Fotos: Werner Kremm

Das 240. Gründungsfest der Gemeinde Steierdorf und das 140. Patroziniumsfest der Steierdorfer römisch-katholischen Kirche wurde am Sonntag, dem Dreifaltigkeitstag, im Banater Bergland gefeiert. Dazu waren aus der Steiermark eine massive Delegation seitens des Grazer Klubs der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) unter Klubobmann Mag. Christopher Drexler und seines Stellvertreters Karl Lacker (Landtagsabgeordneter und Bürgermeister in Donnersbach) angereist, sowie die Blaskapelle und Trachtengruppe aus Groß-Stübing in der Steiermark unter Leitung von Franz Zenz und die Volkstanzgruppe aus Hitzendorf in der Obersteiermark. Zwei Blaskapellen aus Rumänien waren ebenfalls vor Ort, die Temeswarer Pro-Amicitia, die Nachfolgeband einer ehemaligen Militärblaskapelle, und die Steierdorf-Aninaer Blaskapelle, die Nachfolgeband der früheren Blaskapelle der Bergknappen, die heute vom Rathaus Anina betreut wird.

Zum Beginn des Kirchweih- und Gründungsfestes von Steierdorf besuchten die steirischen Delegationen den deutsch-rumänischen Kindergarten aus Steierdorf, der auf Initiative steirischer Hilfsgruppen und der ÖVP unter Koordination von Helmut Wolf generalüberholt und teilweise neu ausgestattet wurde und wo sich Kinder und Eltern zu einem feierlichen Empfang zusammengefunden hatten. Sowohl der Bürgermeister von Steierdorf-Anina, Gheorghe Românu, als auch ÖVP-Klubobmann Christopher Drexler unterstrichen bei der Übergabe einer Schenkung von Spielplatzausstattungen im Wert von 1500 Euro ihre Bereitschaft und den Wunsch, die Partnerschaft zwischen Steierdorf-Anina und der Steiermark auszubauen und zu festigen. Bürgermeister Românu hängte noch den Wunsch an, dass sich die guten kulturell-künstlerischen Partnerschaftsbeziehungen zwischen Anina-Steierdorf und der Steiermark in Zukunft auch auf das wirtschaftliche Gebiet ausweiten mögen, „zumal wir hier bei über 7000 Einwohnern über bloß etwas mehr als 600 Arbeitsplätze verfügen“.

Vom Kindergarten an der Nationalstraße 57B Reschitza – Orawitza, die durch Steierdorf-Anina führt, ging es dann unter den Klängen der Blasmusiken aus Groß-Stübing und Temeswar zum Marktplatz von Steierdorf, wo traditionsgemäß von der Kirchweihjugend der Kirchweihbaum aufgestellt wird. Diese brachten, nach Gruß- und Dankesworten von Bürgermeister Românu und Klubobmann Drexler, den Kirchweihbaum – eine frisch gefällte und von der Kirchweihjugend geschmückte Tanne – unter den Klängen der Aninaer Blaskapelle auf den Marktplatz, wo der Baum  aufgestellt wurde. Dann erklangen die Europahymne, die rumänische und die österreichische Nationalhymne und das Dachsteinlied, die Hymne der Steiermark, das von vielen der Teilnehmer inbrüstig und andachtsvoll mitgesungen wurde.

Mitten in der hochprofessionellen Tanzdarbietung der Hitzendorfer kam dann leider ein Gewitter mit heftigem Wind, Regen- und Hagelschauer, welches die gesamte Kirchweihgesellschaft – es hatten sich inzwischen um die 500-600 Personen versammelt – in den Aufführungssaal des Ortsforums Steierdorf des Demokratischen Forums der Banater Berglanddeutschen (DFBB) jagte, wo die Blaskapellen und die Tanzgruppen ihre Darbietungen in weit eingeengterem Rahmen fortsetzten. Der anhaltende Regen brachte das Fest letztendlich nahezu gänzlich durcheinander und ließ nur noch für Improvisationen Platz. Der guten Stimmung und den sich anbahnenden Gesprächen und Bekanntschaftsvertiefungen zwischen Steirern, Nachkommen steirischer Kolonisten und Neu-Steierdorfern tat das aber kaum einen Abbruch und selbst der später hinzugestoßene Steierdorfer Pfarrer Martin Jäger fand viele Gesprächspartner für zukunftanbahnende Projekte.

Kommentare zu diesem Artikel

Ioan, 28.05 2013, 20:55
Gruß von Hans

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