Die Turbulenzen an den internationalen Märkten wirbeln auch den heimischen Markt auf

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Dienstag, 13. Februar 2018

Die heftigen Kurskorrekturen an der US-Börse und die harsche Korrektur der übrigen Leitbörsen in der vergangenen Woche blieben nicht ohne Auswirkungen für die Bukarester Wertpapierbörse. Der Markt (BET) verlor auf Wochensicht 2,92 Prozent, sodass der Hauptindex knapp vor der 8000-Punkte-Marke schloss bei 8.002,55 Punkten. Die vergangene Handelswoche startete bereits mit Verlusten für alle Indizes. Im Durchschnitt verloren die Indizes 0,69 Prozent. Die Kursverluste von Blue Chips wie Transgaz (TGN, 399 Lei, ISIN ROTGNTACNOR8) mit einem Minus von 2,04 Prozent drückten den Markt.

Am Tag darauf übernahm die allgemeine Untergangsstimmung an den internationalen Märkten diese Aufgabe. Der Markt in Bukarest verlor am Dienstag im Durchschnitt 2,24 Prozent. An der Spitze der Verlierer standen diesmal die Neuankömmlinge Digi Communications (DIGI, 35,1 Lei, ISIN NL0012294474) und MedLife (M, 33 Lei, ISIN ROMEDLACNOR6) mit Verlusten von 4,86 beziehungsweise 4,9 Prozent. Beide Emittenten vertieften ihre Verluste auf Wochensicht auf jeweils über 5 Prozent.

Am Mittwoch gab die Bukarester Börse gemischte Signale ab. Während der Finanzwerte-Index BET FI einen Verlust von 0,63 Prozent auswies, konnte der BET-BK-Index mit einem Plus von 0,53 Prozent aufwarten. Die Erste Bank (EBS, 183,3 Lei, ISIN AT0000652011) verhalf dem Index zum Höhenflug an dem Tag. Am Donnerstag fing sich der Markt wieder, das durchschnittliche Plus betrug 0,48 Prozent. Erneut waren es die Aktien einer Bank, die das Tagesergebnis in Bukarest maßgeblich beeinflussten: BRD (BRD, 13,34 Lei, ISIN ROBRDBACNOR2).

Am Freitag erfolgte der nächste Dämpfer, wohl aufgrund der Verunsicherung an den internationalen Märkten. Er fiel im Durchschnitt fast gleichauf mit dem Beginn der Handelswoche aus: minus 0,7 Prozent. Auf Wochensicht bedeutete diese Entwicklung ein Minus von 3 Prozent im Gesamtdurchschnitt. Nebst dem eingangs erwähnten Verlust für den BET-Index hoben sich noch der Finanzwerte-Index und der Energiewerte-Index mit Verlusten jenseits der 3-Prozent-Marke hervor. ROTX verlor 2,89 Prozent.

Gewinner, Verlierer, Umsätze…

Doch trotz Turbulenzen an den Aktienmärkten hielten sich die Verluste der Aktien in Grenzen. Nur zwei Emittenten verzeichneten zweistellige Wochenverluste: Petrolexportimport – PEI, 4 Lei, ISIN ROPEIMACNOR6 – mit 13,04 Prozent und Electroputere – EPT, 0,0295 Lei, ISIN ROELPUACNOR3 – mit 10 Prozent. Doch es gab auch Gewinner in der vergangenen Woche. Die kurze Liste der neun glücklichen Emittenten führte Construc]ii Napoca (NAPO, 2,08 Lei, ISIN RONAPOACNOR0) mit einem Plus von 5,58 Prozent an. Die Marktkapitalisierung gab erwartungsgemäß nach, um 1,62 Prozent auf umgerechnet 37,07 Milliarden Euro.

…und ein Neuzugang

Der Umsatz wurde vom Angebot des Weinerzeugers Purcari getragen. Am Donnerstag endete die Zeichnungsfrist für Purcari-Aktien (WINE, Lei, ISIN CY0107600716). Sie gingen am Freitag in den Handel zu einem Startpreis von 19 Lei je Aktie. 9,8 Millionen Aktien wurden dabei ausgegeben, der Großteil stammte vom Hauptaktionär des auf Zypern registrierten Emittenten, Lorimer Ventures Limited. Dem Fonds gehörten vor der Listung 63,55 Prozent an Purcari Winery. 2016 schloss das Unternehmen mit einem Gewinn von 23,1 Millionen Lei ab. Auf Wochensicht lag der Umsatz (83,63 Millionen Euro) um 141 Prozent über dem der Vorwoche (34,59 Millionen Euro).

Interessant dürfte die weitere Entwicklung der Digi-Aktien sein. Das Telekom-Unternehmen hat einen Rechtsstreit in den USA mit seinen Kreditoren abwenden können. Dabei ging es um Schadenersatzforderungen in Höhe von 1,8 Millionen Euro. Damit ist eine beachtliche finanzielle Last vom Unternehmen genommen, die möglicherweise in den Bilanzen sichtbar werden wird, wenn diese Rücklagen aufgelöst werden.

Devisen
In der vergangenen Woche konnte sich der Leu kaum noch gegen die Leitwährungen durchsetzen. Während die rumänische Währung gegenüber der europäischen Einheitswährung eine Seitwärtsbewegung machte und im Vergleich zur Vorwoche mit einem Minus von 0,07 Prozent oder 0,0035 Lei schloss, ging es vor allem gegen den US-Dollar abwärts. Hier betrug der Kursverlust 1,93 Prozent oder 0,072 Lei. So kostete ein Euro gestern 4,6561 Lei, während ein US-Dollar auf 3,7984 Lei angestiegen war.

 

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