Die Wurzeln nicht vergessen

Deutsche Kulturtage in Sathmar

Mittwoch, 17. Mai 2017

Die Blaskapelle aus Fienen spielte diesmal im Wendelin-Fuhrmann-Saal.

Die Gute-Laune-Tanzgruppe aus Sathmar

Der Spielwettbewerb machte den Teilnehmern des Kinderfestes viel Spaß.

Die ersten Ergebnisse des Projektes „Auf den Spuren der Sathmarer Schwaben“ präsentierten ifa-Kulturmanager Arthur Glaser und die Teilnehmer des Projektes.

Die Schüler aus Großkarol führten ein Theaterstück zum Muttertag auf.
Fotos: Gabriela Rist

Sathmar - Theateraufführungen, ein Vernetzungstreffen zum Thema „25 Jahre Deutsch-Rumänischer Freundschaftsvertrag“, ein Kinderfest, schwäbische Volkstänze und Blasmusik sowie die 10. Jubiläumsfeier der „Schwabenpost“ gehörten u.a. zum Programm der diesjährigen Sathmarer Deutschen Kulturtage. Die Veranstaltungsreihe fand vergangenes Wochenende unter dem Motto „Die Wurzeln nicht vergessen“ statt. Gäste der Kulturtage waren Ovidiu Ganţ, DFDR-Parlamentarier, Klaus Christian Olasz, Referent der Deutschen Botschaft in Bukarest, Benjamin Jozsa, Geschäftsführer des DFDR, Diana Ballasch, Kulturreferentin des Landesforums sowie Siegfried Thiel, Chefredakteur der Banater Zeitung.

Trotz Regenwetter waren die vom Kreisforum Sathmar veranstalteten Deutschen Kulturtage gut besucht.

Das zweitägige Ereignis wurde im Wendelin-Fuhrmann-Saal des Kulturtreffpunkts mit der Aufführung des Theaterstücks „Der kleine Muck“ eröffnet. Gleich dreimal hintereinander spielten die Schauspieler des „Theaterlaboratorium Bukarest“ unter der Leitung von Ramona Olasz für die Grundschulkinder aus Sathmar/Satu Mare, Großkarol/Carei und Bildegg/Beltiug.

Ovidiu Gan], Klaus Christian Olasz, Benjamin Jozsa, Vertreter des Kreisforums Sathmar, Lokal- und Kreisbehörden sowie Wirtschaftsleute waren u.a. die Teilnehmer des Vernetzungstreffens, das am Freitagnachmittag im kleinen Saal der Präfektur von Josef Hözli, Vorsitzender des DFD Nordsiebenbürgen zum Thema „25 Jahre deutsch-rumänischer Freundschaftsvertrag“ moderiert wurde.

Am Freitagabend spielten die Schauspieler der deutschen Abteilung des Radu-Stanca-Theaters aus Hermannstadt/Sibiu vor einem großen Publikum aus Schülern und Erwachsenen im Nord-Theater das Theaterstück „Shakespeares sämtliche Werke (leicht gekürzt)“.

Samstagvormittag erwartete das Kinderfest der Deutschen Jugendorganisation Sathmar „Gemeinsam“ die Kindergarten- und Grundschulkinder im Schwabenhaus. Mehr als 100 Kinder stellten ihre Kreativität in verschiedenen Workshops wie Clownerie, Blasmusik, Malen, Kochen und Keramik unter Beweis und es gab auch einen Spielwettbewerb mit Geschicklichkeitsspielen.

Anschließend an das Kinderfest schmückten einige Eltern den Maibaum mit bunten Bändern im Wendelin-Fuhrmann-Saal. Doch wegen des schlechten Wetters konnten die Mitglieder des Schwäbischen Männerchors, wie geplant, den Maibaum unter den Klängen der Blasmusik nicht zum Zentralpark bringen. So wurde auch die Tanzaufführung der Kinder der großen Gruppe des Hám-János-Kindergartens, der Schüler des Johann-Ettinger-Lyzeums, der Jugendvolkstanzgruppe Gemeinsam und der Gute-Laune-Tanzguppe sowie der Blaskapelle aus Fienen nicht unter dem Maibaum, sondern im Kulturtreffpunkt veranstaltet. Die Anwesenden begrüßten Johann Leitner, Vorsitzender des Kreisforus Sathmar und Benjamin Jozsa.

Johann Leitner betonte in seiner Ansprache, wie wichtig die Pflege der Traditionen, der Kultur und der Sprache für die weitere Existenz der Sathmarer Schwaben sei. Dass die Zukunft der deutschen Minderheit im Kreis Sathmar gesichert sei, meinte auch Geschäftsführer Benjamin Jozsa. Die Teilnahme der Jugend an der Veranstaltung sei ein guter Beweis dafür, meinte der Vertreter des DFDR.

Am Abend gegen 19 Uhr füllte sich wieder der Wendelin-Fuhrmann-Saal mit vielen Zuschauern. Begrüßt wurden diesmal die Anwesenden von Andrea Holtzberger, Referentin der Kulturstiftung Sathmarense und ifa-Kulturmanager Arthur Glaser. Zu Beginn der Veranstaltung sang der Schwäbische Männerchor das Heimatlied der Sathmarer Schwaben sowie schwäbische Volkslieder. Die Ausstellung „10 Jahre Schwabenpost“ wurde von Johann Leitner eröffnet.

Im Laufe des Abends konnten die Zuschauer ein inhaltsreiches Programm erleben. Die Schüler der deutschen Abteilung des Theoretischen Lyzeums aus Großkarol führten ein Theaterstück zum Muttertag auf. Sathmarschwäbische Volkstänze präsentierten die Kinder des Johann-Ettinger-Lyzeums und die Jugendtanzgruppe „Gemeinsam“ . Die Flötengruppe und die Instrumentalgruppe sowie der Canticum-Chor des Ettinger-Lyzeums zeigten unter der Leitung von Musiklehrer Zsolt Kuki ihr Können. Auf die Bühne traten auch die Gewinner der „Talent Show“, eines Wettbewerbs, der am Freitagvormittag im Johann-Ettinger-Lyzeum durchgeführt worden war.

Im Rahmen des Abends konnte man auch Akkordeonmusik hören. Das Akkordeon-Duo (Johann Vezer und Stefan Egeli) spielte Melodien aus dem Repertoire seiner zweiten Musik-CD, die vor kurzem erschienen ist. Im Laufe des Abends konnte man noch die Präsentation der ersten Ergebnisse des Kooperationsprojektes des ifa und der DJS Gemeinsam zum Thema „Auf den Spuren der Sathmarer Schwaben“ sehen. Die Ergebnisse wurden vom ifa-Kulturmanager Arthur Glaser und den Teilnehmern des Projektes, den Schülern des Ettinger-Lyzeums vorgestellt.

Am Samstagnachmittag konnte man im Zentralpark den Strudli und schwäbische Weine kosten. Leider gab es wegen des schlechten Wetters wenige Interessenten vor Ort. Die Arbeit der Hausfrauen aus den sathmarschwäbischen Gemeinden war doch nicht vergebens, denn die frisch gebackene schwäbische Spezialität wurde zum Schwabenhaus gebracht und von den Anwesenden mit Genuss verzehrt.

Kommentare zu diesem Artikel

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*