„Dieser Vertrag war eine Vision“

Deutscher Historiker sprach über deutsch-französische Freundschaft

Mittwoch, 30. Januar 2013

Das Deutsch-Französische Jahr riefen Deutschland und Frankreich anlässlich des 50. Jahrestags seit der Unterzeichnung des Élysée-Vertrags aus. In Temeswar hielt der Historiker Dr. Heiner Wittmann zwei Vorträge zu diesem Thema.
/ Foto: Zoltán Pázmány

Temeswar - Die deutsch-französische Aussöhnung hat bereits 1945 begonnen. Auf diesen Aspekt wies Dr. Heiner Wittmann, Forscher im Bereich der deutsch-französischen Beziehungen, hin, als er am Montag in der Nikolaus-Lenau-Schule in Temeswar/Timişoara einen Vortrag über den Élysée-Vertrag hielt. Einige Dutzend Schülerinnen und Schüler waren gekommen, um im Festsaal der Schule eine Geschichtsstunde der etwas anderen Art zu erleben.

Den deutschen Historiker, der in der Cărtureşti-Buchhandlung auch einen Vortrag auf Französisch hielt, hatten das Deutsche Kulturzentrum und das Französische Institut nach Temeswar eingeladen.

„Albert Caus, Claude Bourdet, Joseph Rovan – sie alle haben bereits vor 1963 die Franzosen aufgefordert, keinen Hass gegenüber Deutschland zu hegen“, sagte Dr. Wittmann. 1963 begann die konkrete Zusammenarbeit, erklärte Wittmann. Anhand zahlreicher Beispiele veranschaulichte der Fachmann die Entwicklung der deutsch-französischen Freundschaft im Laufe der Jahre.

Zum Schluss forderte er die Schülerinnen und Schüler auf, den am 22. Januar 1963 von Bundeskanzler Konrad Adenauer und vom französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle in Paris unterzeichneten Élysée-Vertrag mal durchzulesen. „Dieser Vertrag war eine Vision, es war ein symbolischer Vertrag“, betonte Dr. Wittmann. Ein Kurzinterview mit Heiner Wittmann lesen Sie demnächst in der ADZ.

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