Diplome für Metallfacharbeiter

Deutscher Wirtschaftsclub Siebenbürgen will künftig auch Mechatronik-Ausbildung anbieten

Mittwoch, 19. Dezember 2012

DWS-Geschäftsführer Jörg Prohaszka überreichte den Absolventen die Diplome.
Foto: Holger Wermke

Hermannstadt - Das Ausbildungsprogramm für Metallfacharbeiter des Deutschen Wirtschaftsclubs Siebenbürgen (DWS) wird künftig 3 Jahre umfassen. Die positive Resonanz auf das bisherige Angebot bewog die Klubführung, das Kursangebot um ein weiteres Jahr aufzustocken, so wie es ursprünglich auch geplant war. Das verkündete Jörg Prohaszka, Geschäftsführer des DWS, am Montag anlässlich der Diplomübergabe an die Absolventen der diesjährigen zwei Kurse.

„Wichtig ist, dass Sie mit dem, was Sie hier lernen, an Ihren Arbeitsplätzen etwas sinnvolles anfangen können“, sagte Prohaszka an die 21 jungen Kursanten gewandt, die von fünf DWS-Mitgliedsunternehmen zum Kurs geschickt wurden. Diese hatten in zwei Modulen, einem Anfängermodul und einem Aufbaukurs, angewandtes Metallhandwerk gelernt. Der jeweils Beste eines Moduls erhält als Prämie einen Intensiv-Deutschsprachkurs.

Die Ausbildungsinitiative wird seit 2010 in Kooperation mit der Independenţa-Berufsschule angeboten. Von Seiten des DWS wird die Initiative vom Ausbildungsausschuss unter Leitung von Helge Theobald, Geschäftsführer von Dressel & Höfner in Mediasch betreut. Dieser hatte zuletzt das gesamte Programm überarbeitet. Die Stundenzahl wurde von 240 auf 320 erweitert. Gelernt wird künftig in acht Blöcken von je einer Woche. Die Absolventen des jetzigen zweiten Moduls werden im neuen dritten Modul weiter lernen, dass noch praxisorientierter werden soll. Interessierte Unternehmen – das Angebot richtet sich ausschließlich an DWS-Mitglieder – können ihre Mitarbeiter bei der Klubgeschäftsstelle anmelden. Die Kosten für die Ausbildung in Höhe von etwa 2000 Lei werden von den Unternehmen getragen.

„Die bisherigen Ergebnisse sind ein großer Erfolg und wir wollen das Ausbildungsprogramm weiter ausbauen“, so Prohaszka. Der Metallfacharbeiterlehrgang soll um die Ausbildung zum Mechatroniker ergänzt werden. Möglicherweise werde der Klub schon im kommenden Jahr eine eigene Ausbildungswerkstatt einweihen, hofft der Geschäftsführer. Die Ausstattung soll zum größten Teil von Unternehmen aus Deutschland gestiftet werden. Entsprechende Gespräche laufen laut Prohaszka seit einiger Zeit.

Vorbildlich sei die Initiative des Deutschen Wirtschaftsklubs Kronstadt (DWK), der es geschafft habe, die privat geführte Deutsche Berufsschule Kronstadt/Şcoala Profesională Germană Braşov zu gründen. Als richtungsweisend beurteilt Prohaszka auch die derzeitige Lobbyarbeit der Deutsch-Rumänischen Industrie- und Handelskammer (AHK) für eine Berufsausbildung nach deutschem Vorbild. Eine Berufsschule unter der Ägide des DWS sei in Hermannstadt/Sibiu im Augenblick jedoch kein Thema. Derzeit erfülle die Kooperation mit der Independenţa-Berufsschule unter Leitung von Mirela Hanea die Bedürfnisse der Mitgliedsunternehmen.

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