Diskriminierung von Patienten in Hospital

Samstag, 04. Juni 2016

Bukarest (ADZ) - Die Chefin für Anästhesiologie und Intensivtherapie des Bukarester Notkrankenhauses „Sf. Pantelimon“ sowie dessen Chefkrankenschwester sind am Donnerstag von ihren Posten suspendiert worden, nachdem die Presse Mitschnitte der Anweisungen der Chefärztin an ihr Team veröffentlichte, aus denen hervorgeht, dass alten und schwerkranken Patienten die medizinische Versorgung verweigert wurde. Arzneien hätten bloß an „die Jungen und jene mit Chancen“ verabreicht zu werden, so die Ärztin im Wortlaut, die zudem alle Medikamente von der Chefkrankenschwester wegsperren ließ. Die Zustände im Notkrankenhaus werden inzwischen von der Innenrevision des Gesundheitsministeriums unter die Lupe genommen.

Kommentare zu diesem Artikel

Tourist, 08.06 2016, 00:02
so etwas nennt man ganz einfach Triage. Mit beschränkten Mitteln kann man nicht jedem die perfekte Behandlung zukommen lassen, also hilft man vor allem denjenigen, die die besten Chancen haben. Jeder Mediziner lernt was Triage ist und wie man sie in Notsituationen anwendet. Wenn die rumänische Gesellschaft nicht durch mehr Wirtschaftsleistung und damit mehr Steuerleistung eine bessere Finanzierung des Gesundheitssystems ermöglichen kann, dann werden die Zustände auch so bleiben wie sie sind, nämlich mittlere Notstandsverwaltung.
Peter, 07.06 2016, 09:28
Ottmar stimmt! Bei uns gab's eine Zeit da nannte man das Selektion unwerten Lebens.
Zuerst die Totkranken, die Alten, all jene die Geld kosten ..... wo soll das aufhören. So etwas brauchen wir weder in Europa noch auf der ganzen Welt.
Anstatt was zu ändern wählen die Rumänen diese Verbrecherbande und die Gier nach Macht und Geld geht weiter..
Ottmar, 06.06 2016, 21:41
Ich kenne in Europa kein dümmeres Volk in Europa das 5 korrupte Politiker gewählt hat die im Gefängnis sitzen. Dieses Volk braucht sich dann nicht wundern, wenn kostspieliges Leben das den Machthabern keine Geldvorteil mehr bringt dann aussortiert wird.
Peter, 06.06 2016, 09:17
Hier ist der Staat gefordert, er muss die Grundversorgung für die Notfallmedizin sichern. Auch wenn es Probleme mit der Menge an Medikamenten gibt, darf sich kein Arzt oder Ärztin als Gott in Weiß aufspielen. Für die gilt immer noch der Eid des Hippokrates, die Genfer Deklaration des Weltärztebundes sowie die ethischen und standesrechtlichen Richtlinien.
Was ist das für eine Krankenschwester? Anordnungen empfängt und ausführt, ohne das Gehirn einzuschalten. Solche Menschen gab es vor 75 Jahren schon einmal, die sich später auf den Befehlsnotstand beriefen.
Skeptikus, 06.06 2016, 08:42
Und wieder das Gesundheitswesen - ein unendlicher Sumpf!

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