DNA nimmt Verfahren „Microsoft 2“ in Angriff

Strafermittlungen gegen Ex-Minister und -Manager

Mittwoch, 23. November 2016

Bukarest (ADZ) - In der Korruptionsaffäre betreffend den völlig überteuerten Ankauf von Microsoft-Lizenzen durch Top-Behörden des rumänischen Staates hat die Antikorruptionsbehörde DNA am Montag nun auch strafrechtliche Ermittlungen gegen zwei frühere Manager der IT-Unternehmens Microsoft Romania, Silviu Hotăran und Petrişor Artopolescu, sowie gegen den früheren Bildungsminister Alexandru Athanasiu eingeleitet und beim Parlament zudem die Aufhebung der parlamentarischen Immunität des PSD-Abgeordneten und früheren Chefs des Generalsekretariats der Regierung Năstase, Eugen Bejenariu, beantragt – sie alle stehen im Verdacht des Amtsmissbrauchs oder der Beihilfe zu Amtsmissbrauch.

Zu den Hauptverdächtigen in dem von den Medien auf „Microsoft 2“ getauften Strafverfahren gehört zudem auch der Kronzeuge und Hinweisgeber im „Microsoft 1“-Verfahren – nämlich der als Strippenzieher der gesamten Schmiergeld-Affäre geltende frühere Chef der rumänischen Tochter des österreichischen Unternehmens Fujitsu Siemens Computers GmbH, Claudiu Florică. Laut DNA soll Fujitsu Siemens unter seiner Leitung von Microsoft Lizenzen im Wert von 25.791.138 Dollar gekauft und diese sodann für den fast doppelten Preis bzw. 54.567.465 Dollar an den rumänischen Staat weiterverkauft haben. Den dem Staat so entstandenen Schaden beziffern die Korruptionsjäger auf rund 67 Millionen Euro.

Kommentare zu diesem Artikel

Ottmar, 23.11 2016, 19:06
Manfred die ca. knapp 29 Millionen Dollar sind der Gewinn den sich die österreichischen Siemens Manager, rumänische Politiker und Microsoft Manager teilen.
Wie das auch der Johannis gemacht hat als er vom Softwarehaus Tandler in Buch am Erlbach die Kanalsoftware Kanal++ für die Verwaltung und Berechnung der Kanalstruktur von Sibiu gekauft hat. Die Firma Tandler hat die Software korrekt an ein Konsortium zum Listenpreis von ca, 11000 EURO verkauft. Johannis hat das ganze der Stadt Sibiu dann für 130 000 Euro angedreht. Das nennt man Gewinn. Hier wurde der Preis verzehnfacht wobei er bei Siemens nur gut verdoppelt wurde. Darum ist Johannis auch Präsident geworden denn er kann das besser. Die Software ist übrigens immer noch nicht im Einsatz!!!!!!!! So viel zu Ingenieuren in Rumänien
Manfred, 23.11 2016, 17:15
Wenn Du schon so akribisch bist,finde bitte alle Fehler:54,...Mio sind fast das Doppelte von 25,8 Mio...Das ist schon ein Armutszeugniss,liebe ADZ,da muß ich Ottmar Recht geben.
Ottmar, 23.11 2016, 13:04
Welcher Rumäne versteht jetzt wieder diese Zahl.
Bei einem Kaufpreis von ca. 54,6 Millionen Dollar (Ca. 50 Millionen EURO )entsteht den Rumänen ein Schaden von 67 Millionen EURO.
Frisst die gekaufte Microsoft Software nach dem Kauf auch noch EUROs

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*