DNA weitet Ermittlungen gegen Sebastian Ghiţă aus

Ponta-Intimus steht im Verdacht des Stimmenkaufs

Freitag, 26. Juni 2015

Bukarest (ADZ) - Die Ploieştier Korruptionsfahnder haben am Mittwoch ihre Ermittlungen gegen den Abgeordneten, Unternehmer und Ponta-Intimus Sebastian Ghiţă, der bereits in der Korruptionsakte von Pontas Schwager strafverfolgt ist, erheblich ausgeweitet.

Ghiţă steht nun nicht nur im Verdacht der Einflussnahme, sondern auch der Veruntreuung von EU- und öffentlichen Geldern, Geldwäsche, des Steuerbetrugs sowie Stimmenkaufs. So soll sich der millionenschwere Abgeordnete seine Wahl 2012 u. a. mit Bratpfannen erkauft haben, die er großzügig unter seinen Prahovaer Wählern verteilen ließ. Im Präsidentschaftsrennen 2014 ließt Ghiţă laut DNA 350.000 Euro an Schwarzgeld springen, um für seinen Freund Ponta Stimmen moldauischer Wähler mit doppelter Staatsbürgerschaft zu kaufen.

Die DNA ließ am Mittwoch Konten von 51 Unternehmen, die Ghiţă direkt oder über Strohmänner hält, einfrieren – u. a. auch jene des Senders „România TV“. Ghiţă selbst wurde unter Polizeiaufsicht gestellt, er darf seinen Wohnort Ploieşti nicht verlassen und muss dem Parlament fernbleiben. Der schwer in die Bredouille geratene Politiker sprach daraufhin von einem „Ermittler- und Geheimdienstler-Putsch“ – visiert sei letztlich Ponta, der durch ihn getroffen werden solle. Letzterer eilte seinem Freund telefonisch zu Hilfe: Er wisse nicht, ob Rumänien zurzeit noch eine Demokratie sei, sagte der Premier Ghiţăs Haussender.

Kommentare zu diesem Artikel

Sraffa, 29.06 2015, 17:30
@Manfred : Pitcairn wird übrigens in der einschlägigen Fachliteratur immer als "Steuerparadies" beschrieben. Es sind aber keine Steuerflüchtlinge bekannt welche bisher von Pitcairn zurückgekehrt sind . Und es ist nicht 1 Tag Schiffsreise für den nächstgelegenen Englischen Gouvernor und seiner Polizeitruppe nach Pitcairn, sondern etliche Tage und an Land gelangen die auch nur bei ruhigem Seegang !
Sraffa, 26.06 2015, 20:05
@Manfred : Ich weiß nicht ob die auf Pitcairn solche mögen. Es sind ja nur 42 Menschen dort, welch nach herrschender Auffassung als etwas "seltsam" gelten, kein Flughafen und der Bootssteg kann auch nur bei ruhigem Wellengang erreicht werden. Der nächste Gouverneur und damit die offizielle Staatsgewalt ist eine Tage Schiffsreise entfernt. Wollen Sie Ponta in Lebensgefahr bringen ?
Manfred, 26.06 2015, 16:52
Interessante Theorie,sraffa!Bei den vielen Vorwürfen gegen ihn wäre er besser auf den Pitcairn-Inseln...
Sraffa, 26.06 2015, 15:42
Könnte es sein daß die andauernde Befragung des Herrn Ghita in Ploesti bei dem Herrn Ponta derartige Schmerzen im Knie verursachte daß er sich deswegen einer so langen Rehabilitation im Ausland unterzieht nach dem Motto : Je weiter weg von der Quelle des Schmerzes um so besser ?!

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