Donau führt Hochwasser: Warnstufe Orange

Halten die Dämme auf rumänischem Gebiet?

Dienstag, 20. Mai 2014

Die Donau bei Bechet im Landkreis Dolj: In den nächsten Tagen wird der Wasserstand des Stromes weiter steigen. Foto: Agerpres

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Die Donau führt Hochwasser, insbesonders wegen der Wetterkatastrophen, die über Serbien und Bosnien-Herzegowina niedergegangen sind. So wird die Durchflussmenge der Donau beim Eintritt auf rumänisches Gebiet in den nächsten Tagen 13.500 Kubikmeter Wasser in der Sekunde erreichen. Dies ist für den 22. Mai angekündigt.

Bereits seit Samstag gibt es für die Kreise Mehedinţi, Dolj, Olt und Teleorman Warnstufe Orange, die vom Nationalen Institut für Hydrologie und Wasserwirtschaft (INHGA) ausgerufen wurde. Sie betrifft die Donau unterhalb des Wasserkraftwerks Eisernes Tor bis Zimnicea.

Diese Hochwasserwarnung gilt für vier, fünf Wochen, unterstrich Vizepremier Liviu Dragnea, wobei das Landeskomitee für Notsituationen laufend die Entwicklungen verfolgt. Man stelle sich die Frage, ob die Dämme wochenlang dem Druck des Hochwassers standhalten können. Die Donau wird unter Kontrolle gehalten, die Behörden seien vorbereitet, im Fall von Dammbrüchen rasch einzugreifen.

Fürs Erste konnte die Gefahr beim Damm, der die Balta Ialomi]ei schützt, gebannt werden. Hier bestand die Möglichkeit, dass die Autobahn Bukarest – Schwarzes Meer überschwemmt wird.
Premier Victor Ponta teilte Montag mit, dass notfalls auch die Armee zu Hilfe gerufen werden kann. Serbien und Bosnien-Herzegowina hingegen werden mit Geräten unterstützt und auch humanitäre Hilfe erhalten.

Kommentare zu diesem Artikel

Ottmar, 22.05 2014, 01:14
In München hat man für viel Geld eine sehr kurze Strecke ca 25 km toll renaturarisiert. Mit grossem Erfolg.
Das können doch Südosteuropäer auch und dann wird es ein riesiges Erfolgerlebnis. und die EU bezahlt das noch
Henry, 21.05 2014, 01:18
an welchen Stellen hat man die Donau einbetoniert?
Tourist, 20.05 2014, 16:27
Im Sommer verwandeln sich die ebenen Flächen entlang der Donau zwischen Calafat und Alexandria dann wieder in eine ausgedörrte Staubwüste, weil eben durch Flußbegradigungen und Einzwängen der Donau in ein betoniertes Flußbett das Wasser zu schnell ins Meer abfließt, statt die verschwundenen Auwälder ein wenig zu fluten und so den Grundwasserspiegel zu heben. Die Überschwemmungen im Frühling und die Dürre im Sommer hängen direkt miteinander zusammen.

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