Dor Geta auf Rekordjagd

Diese bleibt aber in der Familie Popescu aus Rosenau

Dienstag, 21. Juli 2015

Kronstadt – Bisher war der Name Crina „Coco“ Popescu stellvertretend für Nachwuchs-Erfolge im rumänischen Bergsteigen. Nun hat die heute 20-jährige Bergsteigerin aus Rosenau/Râşnov Konkurrenz bekommen und zwar ihre eigene Schwester Dor Geta. Es beflügele sie, die Rekorde ihrer Schwester zu brechen, sagt Dor Geta, die mit zwölf Jahren und einem Monat bereits vieles vorweisen kann. Ihr jüngster Erfolg: zusammen mit ihrem Vater, Ovidiu Popescu, erklomm sie vor rund einer Woche den höchsten Gipfel Afrikas - Uhuru im Kilimandscharo (5.895 m). Sie ist somit die jüngste rumänische Bergsteigerin aller Zeiten, die diesen Gipfel erklommen hat. Vor ihr waren es Alexandra Marcu und ihre Schwester Crina Popescu. Dor Geta ist Mitglied des Rosenauer Bergsteigerclubs „Clubul Sportiv Montan Altitudine“ und wird von ihrem Vater, wie auch von ihrer Schwester Crina trainiert. Crina Popescu leitet das Programm „7 munţi“ (Sieben Berge) bei dem Bergwanderungen in den höchsten Bergen Rumäniens angeboten werden und so auch für echten Bergtourismus geworben wird.

Dor Geta hat mit den Bergen zu einer Zeit Bekanntschaft geschlossen, in der sie kaum sprechen konnte. Mit drei führte sie ihr Vater auf den Schuler. Inzwischen war sie, unter anderem, auf dem Ararat (5165m, Türkei) und auf dem Damavand (5671m, Iran) die zwei höchsten Vulkane Asiens. Dor Geta hat nun vor, den Elbrus zu besteigen. Weiter folgen andere Vulkane der Reihe „7 Volcanos“ (die sieben höchsten Vulkane von jedem der sieben Erdteile) eine Serie, die auch ihre Schwester vorweisen kann. Bergexpeditionen seien ein teures Hobby, wo man auf Sponsoren angewiesen sei, sagt Vater Popescu. Für die Kilimandscharo-Besteigung seien 3000 Euro die Voraussetzung gewesen. Da muss man schon manches aus den eigenen Mitteln für das Bergsteigen opfern, wenn nicht genügend aus Fundraising zusammen kommt. Der Ex-Bergsteiger Ovidiu Popescu tut das gern – er und seine Familie können sich ein Leben ohne die Berge nicht vorstellen, sagt er. So war es nach der Heirat für ihn selbstverständlich, Bukarest zu Gunsten von Rosenau zu verlassen, weil man da, am Fuße des Schulers und des Bucegi, den Bergen viel näher sei.

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