Dragneas Ex-Frau beantragt Verfahrensstopp gegen sie

Fiktive Anstellungen: PSD-Chef vor Gericht

Freitag, 23. März 2018

Ein starkes Aufgebot an Gendarmen hielt Liviu Dragnea den Weg in das Gebäude des Obersten Gerichtshofs frei. Nachdem er wie auch die gesamte Regierung auf den Schutz des Sonderwachdienstes SPP verzichtet hatte, kommen immer wieder die Gendarmen zum Einsatz.
Foto: Agerpres

Bukarest (ADZ) - Die ehemalige Gattin von PSD-Chef Liviu Dragnea, Bombonica Prodana, hat am Mittwoch über ihren Anwalt angekündigt, ihren Schadensanteil im Strafverfahren um fiktive Anstellungen bei der Sozialhilfebehörde Teleorman gezahlt zu haben. Gleichzeitig hat Prodana beim Obersten Gerichtshof beantragt, dass der Prozess gegen sie eingestellt werde. Ihr Anwalt gab an, dass sie 33.000 Lei an DGASPC Teleorman überwiesen habe – die Schadenssumme insgesamt wird auf 108.000 Lei beziffert und stellt den sechsjährigen Lohn für zwei Angestellte dar –, dies aber nicht einem Schuldgeständnis gleichkomme.

Am Mittwoch wurde auch der ehemalige Kreisratsvorsitzende Teleorman, Liviu Dragnea, in dem Prozess, in dem er wegen mutmaßlicher Anstiftung zum Amtsmissbrauch angeklagt ist, beim Obersten Gerichtshof vorgeladen. Dragnea widersprach den Aussagen der ehemaligen Chefin von DGASPC Teleroman, Alesu Floarea, laut welchen er sich für die fiktive Anstellung zweier PSD-Mitglieder bei der Behörde eingesetzt habe. Er erklärte auch, dass er lediglich aufgrund von „Aussagen, Geschwätz und Gerüchten“ vor Gericht gebracht wurde. Der letzte Termin im Prozess wurde für den 25. April festgelegt.

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