Drei auf einen Schlag

Arader Bürgermeister unter gerichtlicher Aufsicht gestellt

Freitag, 20. Mai 2016

Arad – Die Bürgermeister dreier Arader Gemeinden bzw. der Gemeinden Şicula, Covăsinţ und Almaş wurden vor Kurzem, mitten in der laufenden Wahlkampagne, von der Antikorruptionsbehörde für 24 Stunden verhaftet und zum Verhör zum DNA-Sitz Temeswar überführt. Die Temeswarer DNA-Staatsanwälte klagten die Bürgermeister Aurel Mircea Radiţa (Şicula), Traian Gheorghe Balint (Covăsin]) und Teodor Avram (Almaş) der Annahme von Schmiergeldern an und beantragten deren Verhaftung für 30 Tage. Das Temescher Amtsgericht wies jedoch diesen DNA-Antrag zurück und entschied, die drei Beschukdigten unter gerichtliche Aufsicht zu stellen. Gegen alle drei Bürgermeister gibt es laut DNA-Aussagen handfeste Beweise. Zwei der Angeklagten, Aurel Radiţa und Traian Balint, haben übrigens während des Verhörs auch ihre Taten restlos eingestanden.

Im Dezember 2014 hat die Gemeindeverwaltung Şicula, laut der DNA-Anklageschrift, einen Bauvertrag mit einer Arader Baufirma für die Asphaltierung der Gemeindestraßen im Wert von fünf Millionen Lei abgeschlossen. Für den „reibungslosen Verlauf“ in der Vertragsabwicklung und für die Erzielung der nötigen Finanzierungen hat der Bürgermeister Radiţa von seinem Vertragspartner 2500 Lei Schmiergeld beantragt und auch erhalten. Der Bürgermeister Traian Balint aus Covăsinţ hat mit der gleichen Baufirma als Ausführer von Arbeiten in seiner Gemeinde, höchstwahrscheinlich nicht zufällig, die gleiche lukrative Partnerschaft gehabt: Der Bürgermeister, etwas ehrgeiziger als der der Nachbargemeinde, verlangte in diesem Fall zehn Prozent vom Wert des Bauvertrags bzw. 18.000 Lei. Er kassierte lediglich 3000 Lei als Bestechung. In gleicher Art agierte Teodor Avram, Bürgermeister von Almaş: Im Laufe des Jahres 2015 verlangte er von dem gleichen Arader Geschäftsmann 31.000 Lei Schmiergeld, damit dessen Baufirma Exklusivität betreffend einen Bauvertrag mit der Kommunalverwaltung Almaş genießen könnte. Der Bürgermeister erhielt letztlich davon eine Summe von 7000 Lei.

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