Drei Länder, eine Sprache

Gastland der Buchmesse Bookfest 2013: der deutschsprachige Raum

Freitag, 07. Dezember 2012

Vertreter der deutschsprachigen Länder (v.l.n.r.): Elisabeth Marinkovic, Beate Köhler und Marc Bruchez
Foto: Aida Ivan

Am letzten Tag der diesjährigen Buchmesse „Gaudeamus“ fand die erste Konferenz statt, die dem Ehrengast der nächsten Buchmesse in Bukarest, Bookfest 2013 (29. Mai – 2. Juni), gewidmet war. Es geht um das Projekt „Drei Länder, eine Sprache“, das bei der Frankfurter Internationalen Buchmesse initiiert wurde und das Ziel hat, die Rezeption der deutschsprachigen Literatur in Rumänien zu fördern. Vertreter der deutschsprachigen Länder in Rumänien – Beate Köhler, Leiterin des Goethe-Instituts, und der Leiter des Kulturreferats der Deutschen Botschaft, Josef Karl, Elisabeth Marinkovic, Leiterin des Österreichischen Kulturforums, und Marc Bruchez, Kulturattaché der Schweizerischen Botschaft, haben über ihr gemeinsames Ziel informiert, die Entwicklungen in der deutschsprachigen Literatur im Rahmen von Bookfest 2013 wiederzugeben.

„Viele preisgekrönte deutschsprachige Autoren erscheinen in kurzer Zeit auf dem Buchmarkt in Rumänien. Das Projekt ‘Drei Länder, eine Sprache’ möchte in Rumänien erstklassige Schriftsteller, Übersetzer und Spezialisten auf den Buchmarkt aus den drei Ländern bringen, mit denen die Leser in Kontakt treten können“, so Tobias Voss, Leiter des Departements „Internationale Märkte“ im Rahmen der Frankfurter Buchmesse. Aus diesem Grund werden Lesungen und Diskussionen im Rahmen der Buchmesse nächstes Jahr geplant. Auf diese Weise können die Leser in Rumänien die verschiedenen Tendenzen und Themen der deutschsprachigen Literaturen verfolgen und Vergleiche zwischen ihnen ziehen.

Beate Köhler kündigt ebenfalls das Vorhaben des Goethe-Instituts an, deutsche Autoren und Übersetzer nach Rumänien zu bringen: „Wir sind gerade dabei, Autoren einzuladen. Manche haben schon zugesagt: Ingo Schulze, Uwe Tellkamp“. Ingo Schulze hat zahlreiche Preise für seine Romane und Erzählungen gewonnen, die in 20 Sprachen übersetzt wurden. Der deutsche Arzt und Schriftsteller Uwe Tellkamp wurde 2008 für seinen Roman „Der Turm. Geschichte aus einem versunkenen Land“ mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet.

Das Österreichische Kulturforum ist in derselben Phase bei der Durchführung des Projekts: „Wir haben schon eine Zusage von Josef Winkler, das ist ein ganz wichtiger österreichischer Schriftsteller.“ Josef Winkler ist ebenfalls ein mehrmals prämierter Autor, der sich mit Themen wie Tod und Homosexualität auseinandersetzt. Eingeladen zur Buchmesse wurde auch der Kinderbuchautor Michael Stavraric, ein österreichisch-tschechischer Schriftsteller und Übersetzer. Der Dreh- und Angelpunkt seiner Gedichte, Romane, Essays und Erzählungen ist die Konfrontierung mit der deutschen Sprache, eine Mischung aus Ironie, Groteskem und Surrealem.

„Wir haben zwei-drei Autoren, einer ist bestimmt – Cătălin Dorian Florescu. Wir sind noch in Diskussion mit den Agenten. Geplant wird auch eine Comic-Ausstellung, eine schweizerische Kollektion und noch andere Tätigkeiten“, sagte Marc Bruchez seitens der Schweizerischen Botschaft.Cătălin Dorian Florescu ist ein Schriftsteller, der in Temeswar geboren wurde und in den siebziger Jahren das Land verließ. Er wurde Schweizer Bürger. Seit ungefähr zehn Jahren widmet er sich dem Schreiben, ihm wurden schon wichtige Auszeichnungen verliehen (Schweizer Buchpreis, 2011)
Die Leiterin des Goethe-Instituts macht auf den Blog aufmerksam, blog.goethe.de/treitari, auf dem regelmäßig Informationen über die Autoren und die Vorbereitungen gepostet werden.

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