Dreiecksgeschichte bei Cărtureşti

DAAD-Lektorat zeigt „Jerichow“

Donnerstag, 15. März 2012

Temeswar (BZ) - Drei Menschen treffen mit schicksalhafter Zufälligkeit aufeinander: Thomas, jung, kräftig, wortkarg, früher Soldat in Afghanistan; Ali, misstrauisch, aber leutselig, ein türkischer Unternehmer in Deutschland, der mit Imbissbuden reich geworden ist; Laura, Alis Frau, attraktiv, distanziert, beherrscht, wie jemand, der schon vieles hinter sich hat. Auf den Landstraßen des deutschen Nordostens, in den Wäldern des weiten Landes, an den Klippen über dem Meer entfaltet sich das Drama dieser drei Menschen, deren Sehnsüchte sich immer wieder in einem anderen, tieferen Traum brechen.

„Jerichow“ nennt sich der Film von Christian Petzold, der heute um 18.30 Uhr im Rahmen der Filmreihe „...mitten in Deutschland“ in der Teestube der Cărtureşti-Buchhandlung in Temeswar/Timişoara gezeigt wird. Der Film aus dem Jahr 2008 erzählt die Geschichte des entlassenen Afghanistan-Soldaten Thomas, der nach Jerichow, einer Stadt im Nordosten Deutschlands, zurückkehrt. Hier lernt er den Türken Ali kennen und verliebt sich in dessen Frau Laura. Ali hat ein großes Alkoholproblem und Laura ist schon seit Jahren unglücklich in der Ehe. Als Ali in die Türkei fliegt, beschließen Laura und Thomas, ihn bei seiner Rückkehr zu ermorden. Doch Ali stellt den Plan der beiden auf den Kopf, als er seiner Frau sein Geheimnis verrät.
 

„Jerichow“ war bei den 65. Filmfestspiele von Venedig vertreten, wurde aber nicht prämiiert. 2009 wurde das Drama mit dem Preis der deutschen Filmkritik als bester Film ausgezeichnet. Außerdem war er für den Deutschen Filmpreis in den Kategorien „Bester Spielfilm“ und „Beste Regie“ nominiert. Die Filmreihe „...mitten in Deutschland“ wird vom DAAD-Lektorat an der TU Politehnica und dem Deutschen Kulturzentrum Temeswar veranstaltet. Der Film läuft auf Deutsch mit englischen Untertiteln. Der Eintritt ist frei.

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