Drogenpflanzer vor Gericht

Samstag, 13. Januar 2018

wk. Reschitza - Die vor zehn Tagen unter Hausarrest gestellten und unter Justizkontrolle stehenden Marius und Darius Cârpean, Vater und Sohn, aus Berzovia, müssen sich gerichtlich wegen illegalem Anbau von und Handel mit Cannabis verantworten (ADZ berichtete). Dies entschied der Kammerrichter des Kreisgerichts Karasch-Severin, nachdem ihm die Staatsanwälte der Polizeidirektion zur Bekämpfung des Drogenhandels und des Bandenverbrechens DIICOT die Resultate ihrer Ermittlungen in einem Strafdossier vorgelegt haben. Die Anklage: Drogenhandel und weitere damit verbundene Verbrechen. Der Prozess gegen die beiden in Berzovia bei Bokschan Wohnenden soll in Reschitza unter Beibehaltung des Hausarrests stattfinden. Zu den Gerichtsterminen bringt sie die Polizei.

Im Strafdossier halten die Staatsanwälte fest, dass Vater und Sohn Cârpean anfangs Cannabis für den Eigenverbrauch anbauten, doch bald im größeren Stil, sowohl im Hausgarten, als auch in besonders dafür eingerichteten Räumen ihres Familienhauses ganzjährig Cannabis anpflanzten. Dabei nutzen sie Kenntnisse des Agraringenieurs Marius Cârpean, aber auch Informationen aus dem Internet sowie der Zulieferfirmen von Sämereien und von Wachstungsförderungs- und Pflegemitteln für indischen Hanf.

Anfangs bezogen sie alles übers Internet, später holten sie ihre Bestellungen zur Spurenverwischung direkt bei den Kurierfirmen ab oder nutzten, auf Anregung von Sohn Darius Cârpean, zum selben Zweck den Namen eines vor vier Jahren in Italien verschollenen Familienmitglieds als Auftraggeber. Die ersten Bestellungen hatten sie am 15. Februar 2017 lanciert. Bis zu ihrer Verhaftung, Ende September, hatten sie rund 30 Sendungen (Pakete von einem bis 20 Kilo) von der Kurierfirma abgeholt. Auch den Absatz des getrockneten indischen Hanfs wickelten sie unter fiktiven Namen über Kurierfirmen ab, wobei sie Großbestellungen – etwa aus den Räumen Temeswar und Bukarest – den Vorrang gaben.

Wir erinnern daran, dass die beiden Drogenzüchter und -händler binnen kürzester Zeit so große Mengen Cannabis nach aktuellsten Methoden in- und outdor anbauten, dass die Polizei bei der Hausdurchsuchung in Berzovia mehrere hundert Kilo konfiszierte. Zum Abtransport der Stauden sowie der Packungen mit konsumfertigem getrockneten Hanf, wofür sie ein eigenes modernes Labor am Dachboden des Familienhauses eingerichtet hatten, benötigte man einen Lkw.

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