DSD-Diplomverleihung in der Lenauschule

2014: hervorragende Resultate für Lenauschüler

Mittwoch, 04. Juni 2014

Vizekonsul Siegfried Geilhausen (Mitte), Deutschlehrerin Astrid Otiman und ZfA-Fachberaterin Birgit Söldenwagner überreichten den Schülern die DSD-Diplome. Foto: Zoltán Pázmány

Den Schülern des Nikolaus-Lenau-Lyzeums und des Banater Kollegs in Temeswar/Timisoara wurden am vergangenen Mittwoch im Festsaal der Lenauschule die Deutschen Sprachdiplome (DSD) überreicht. Festlich war die Stimmung wohl, denn die Mehrheit der Prüflinge hat alle Kompetenzen bestanden.

In der Lenauschule war es, wie in den letzten Jahren auch, die größte Zahl von Prüflingen in Westrumänien - insgesamt 59 Schüler, legten die Prüfung in diesem Jahr ab und erhielten die Bescheinigung nach zwölf Jahren Unterricht in deutscher Sprache. 92 Prozent der Prüflinge haben es in diesem Jahr geschafft, ein DSD-Diplom zu bekommen, auch wenn einige nur ein Teildiplom erhielten. Die Mehrheit der Schüler, 35, erlangte jedoch ein Diplom, das das C1-Niveau nachweist. „Wir sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen, denn auch die fünf Schüler, die nur eine Teilbescheinigung erhalten haben, haben trotzdem in den anderen drei Bereichen bestanden. Somit ist das eine Leistung und die kann irgendwann im Leben angerechnet werden, wenn sie vielleicht eine Arbeitsstelle suchen oder andere Pläne haben. 19 haben B2 und sehr viele das C1-Niveau geschafft – ich finde, dass unsere Schüler die DSD-Prüfung gut gemeistert haben“, sagt die Deutschlehrerin Astrid Otiman und Stellvertretende Schulleiterin der Temeswarer Lenauschule.

Insgesamt 227 Teilnehmer gab es für die DSD-Prüfung im ganzen westlichen Teil des Landes, wobei die Bestehensquote bei insgesamt 78 Prozent liegt. Eine DSD-Prüfung wurde unter anderen auch in Arad, Reschitza/Resita, Lugosch, Großwardein/Oradea, Sathmar/Satu Mare, Zalau und Oberwischau/Viseul de Sus abgelegt.

In der Lenauschule gab es drei Schüler, die die fast höchst Punktzahl erreicht haben. Cozma (1. Platz), Iasmina Iepan (2. Platz) und Carina Cocora (3 Platz) sind Schüler der XII-N-Klasse.

Die DSD-Prüfung wird in der Lenauschule seit Mitte der 90er Jahre abgelegt. Es gibt dabei immer eine schriftliche und mündliche Prüfung. Fünf Stunden dauert die schriftliche Prüfung. Dafür ist die Hör- und Lesekompetenz erfragt, aber auch eine Erörterung muss geschrieben werden. Bei der mündlichen Prüfung muss jeder Schüler ungefähr 20 Minuten sprechen. Seine Leistung wird dann von drei Lehrern bewertet. „Da ist gewöhnlich ein Vertreter aus Deutschland, die Prüferin ist meistens die Deutschlehrerin der Klasse und einen Beisitzer, der dann auch das Protokoll führt. In diesen 20 Minuten muss man je fünf Minuten über ein gewisses Thema sprechen. In den letzten zehn Minuten wird ein Gespräch geführt, damit man sieht, inwiefern der Schüler auf Impulse eingehen kann“, erklärt Astrid Otiman der Ablauf einer solchen Sprachprüfung.

Die neue Fachberaterin für Deutsch und deutschsprachigen Fachunterricht seitens der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) Birgit Söldenwagner hat zum ersten Mal das DSD im Fachbereich Temeswar durchgeführt: „Ich bin sehr froh, dass in diesem Jahr so viele Schüler bestanden haben und es freut mich sehr, dass es immer mehr Schüler das deutsche Sprachdiplom ablegen“. Im kommenden Jahr sollen auch Schüler aus Neustadt/Baia Mare die Prüfung ablegen, lässt Birgit Söldenwagner wissen. In diesem Jahr wurde zum zweiten Mal auch das Sprachdiplom Stufe I in Großwardein und Oberwischau abgelegt. Insgesamt 50 Kandidaten haben sich der Prüfung gestellt.

Jeder, der ein DSD-Diplom hat, kann dieses für einen künftigen Beruf oder fürs Studium benutzen. Allein in Rumänien gibt es über 70 Studiumsmöglichkeiten anhand des DSD-Diploms.

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