Durchführungsbestimmungen für Hundegesetz

Samstag, 28. September 2013

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Nachdem das Gesetz über die herrenlosen Hunde für verfassungsgemäß erklärt, vom Präsidenten gegengezeichnet und im Amtsblatt veröffentlicht wurde, stehen nun noch die Durchführungsbestimmungen aus. Diese müssen in spätestens 45 Tagen vorliegen. Der Oberbürgermeister von Bukarest, Sorin Oprescu, äußerte in der Angelenheit, dass die Stadtverwaltung das Adoptieren der herrenlosen Hunde als Grundregel betrachte. Man würde auch noch 5000 – 6000 Plätze in den Hundeunterkünften schaffen. Die Stadt habe bisher keinen einzigen Hund einschläfern lassen. Wenn aber nicht genügend Hunde adoptiert werden und die Adoptionsrate gering ist, müsse man das Gesetz anwenden.

Kommentare zu diesem Artikel

Manfred, 24.10 2013, 15:02
Am Ende der Hundeleine stand immer der Mensch. Damit ist und war er verantwortlich für die Erziehung des Hundes. Es ist einer Nation unwürdig, Hunde einfach totzuschlagen - nur weil der Mensch versagt hat.
Alexander, 28.09 2013, 17:21
Da gibt es nun also ein Gesetz - und dann kommen die Durchführungsbestimmungen und Formulare - einem Hundfänger werden mindestens 2 Verwaltungsbeamte zu Seite stehen - und nach einem Aktionsmonat, in dem alle und alles zur Hundejagd mobilisert werden, geht alles wieder seinen gewohnten Trott ...
"Adoption"? Um den Hund an die Kette zu legen oder sobald mal kein Geld für Hundefutter übrig ist, wieder "auszuwildern"?
Anton, 28.09 2013, 12:17
Ich habe Hunde gern", sagt Liviu Bora. "Ich bin dagegen, dass man sie tötet." Der Mann aus dem westrumänischen Arad kann sieben Narben vorzeigen. Sieben Mal wurde er von streunenden Hunden gebissen. Sechs Mal wurden je zwei Impfungen gegen Tollwut fällig. "Bis zur sechsten Impfung geht es", sagt Bora. "Aber dann: Nachher tut mir jede Bewegung weh, ich kann mir kaum mehr die Strümpfe anziehen." Den siebenjährigen David kriegt niemand mehr in den Kiseleff-Park nahe seiner Wohnung in Bukarest. Seit er mit der Oma von sechs Hunden umzingelt wurde, fürchtet er sich vor jeder Welpe
Das Institut für Infektionskrankheiten "Matei Bals" legt über seine Aktivitäten immerhin eine schwer widerlegbare Rechenschaft ab. Danach wurden im vergangenen Jahr allein in der Hauptstadt Bukarest 16 162 Menschen nach einem Hundebiss gegen Tollwut geimpft; das sind 44 am Tag, um ein Viertel mehr als im Vorjahr. Ein Fünftel davon waren Kinder. Seit der damalige Bürgermeister und heutige Staatspräsident Traian Basescu nach der Jahrtausendwende in großem Stil Straßenhunde töten ließ, sind noch einmal drei Menschen Opfer der übriggebliebenen Tiere geworden: 2006 starb ein 68-Jähriger aus Japan, 2011 eine 49-jährige Frau.
Und wieviele sich nich Melden!

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