Durchschnittslohn im Juni bei 460 Euro

Reallohn binnen zwölf Monaten um 15,1 Prozent gestiegen

Mittwoch, 10. August 2016

Bukarest (ADZ) - Im Juni ist der durchschnittliche Nettolohn in Rumänien im Vergleich zum Vormonat um 15 Lei und damit nominell um 0,7 Prozent (inflationsbereinigt plus 0,9 Prozent) auf 2078 Lei gestiegen (rund 460 Euro zu dem von der Nationalbank veröffentlichten durchschnittlichen Juni-Wechselkurs von 1 Euro = 4,5218 Lei). Das teilte das Nationale Institut für Statistik (INS) in Bukarest mit. Der durchschnittliche nominelle Bruttolohn stieg im Juni um 0,7 Prozent auf 2874 Lei.
Binnen zwölf Monaten (Juni 2016 gegenüber Juni 2015) wuchs der Reallohn in Rumänien um 15,1 Prozent. Ohne Berücksichtigung der Inflation war der nominelle Nettolohn im Juni um 14,3 Prozent höher als ein Jahr davor.

Die höchste Lohnsteigerung im Juni gegenüber Mai gab es in der Getränkeindustrie (plus 14,5 Prozent). Mehr Geld, zwischen 10,0 Prozent und 12,5 Prozent, gab es unter anderem in der Rechentechnik und der Chemieindustrie. Höher waren die Nettolöhne (zwischen 6,0 und 8,0 Prozent) unter anderem in der Telekomindustrie, Textilindustrie, Pharmaindustrie und Maschinen- und Anlagenindustrie. Niedrigere Löhne (minus 3,0 bis 5,0 Prozent) gab es unter anderem in der Tabakindustrie, den Versicherungen und der Metallurgie. Der höchste Durchschnittslohn wurde im Juni bei den IT-Dienstleistungen (5295 Lei netto) verzeichnet, der niedrigste im Hotel- und Gaststättenwesen (1251 Lei).

Kommentare zu diesem Artikel

Braeburn, 15.08 2016, 11:45
Für mich als Einsteiger in die Materie interessant wäre folgendes: Wie stark weichen die Reallöhne vom Durchschnitt in der stadt und auf dem land ab. Und als zweites: ist ein lokaler Unterschied zwischen dem Osten und dem Westen des Landes zu erkennen.
Tourist, 12.08 2016, 07:43
mit 2000 Lei im Monat kann man eigentlich schon halbwegs gut leben, zu Mal die meisten Leute nicht in Miete wohnen sondern im Eigenheim (wegen dem Privatisierungsgesetz nach der Wende leben ca. 80% der Rumänen im eigenen Haus oder in einer Eigentumswohnung). Strom, Gas, Internet, ein Auto, Lebensmittel am Markt, Dienstleistungen, Handwerker, Kulturveranstaltungen, Kleidung, sind billiger wie im Westen. Nur importierte Ware im Supermarkt kostet gleich viel wie im EU-Durchschnitt. Und Alleinverdiener können auch in Deutschland keine großen Sprünge machen, wenn aber bei einem Ehepaar beide arbeiten, dann lässt es sich schon ganz gut leben hier in Rumänien. Man kann auch mal einen Urlaub in Griechenland machen, halt mit dem Bus, statt mit dem Flieger. So schlecht ist es also nicht, und vor allem es geht mit dem Wohlstand hier bergauf, während es im Westen eher bergab geht. Und sicherer ist es auch hier, tatsächlich.
giftschlange, 10.08 2016, 11:06
Ein durchschnittlicher Nettomonatslohn zu wenig zu leben und zu viel zum sterben.
Bei diesen Preisen ist mit einem solchen Nettolohn kein ordentliches Leben möglich.

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