Echsen und Schlangen im Kaufhaus

Reptilien-Ausstellung begeistert die Kinder

Samstag, 21. Januar 2012

Für kurze Zeit nimmt Cristina Popescu den Riesenfrosch aus dem Terrarium, damit er auch berührt werden kann.

Grüne Leguane aus Zentralamerika
Fotos: Ralf Sudrigian

Wahrscheinlich weil die Echsen den beliebten Dinos ähneln, sind vor allem die kleinen Besucher von der Reptilienausstellung im Unirea-Mall begeistert. Zum Unterschied von den Plast-Spielzeugen oder den Zeichentrickfilmfiguren im Fernsehen, sind diese Mini-Dinosaurier lebendig. Wenn Ausstellungsküsterin Cristina Popescu es erlaubt und die Schiebetür des einen oder anderen Terrariums öffnet, so können die Schlangen sogar angefasst und berührt werden.

Gleich in einem der ersten der zwanzig Terrarien ist eine dreijährige Boa-Schlange zu sehen. Sie liegt auf einem Ast und beim Zischen ist ihre gespaltene Zunge gut zu erkennen. Ein kleiner Junge zuckt instinktiv zusammen und muss von seiner Mutter beruhigt werden, damit er überhaupt noch ein Interesse an der Ausstellung zeigt. Rund zehn Minuten später steht derselbe Junge noch immer vor dem Terrarium, diesmal aber hat er die Schlange in der Hand. Weg ist die Furcht, dafür hat er das Reptil richtig lieb gewonnen und will sich nicht mehr von ihm trennen.

Die Boa-Schlange muss aber von Cristina entfernt werden als sie  versucht, im Windjacken-Inneren des Jungen zu verschwinden. „Sie sucht im Dunkeln Schutz“, erklärt die junge Dame und stellt die zahme Schlange in das gut beleuchtete und erwärmte Terrarium zurück. Bald wird die Boa auch ihre aus Nagetieren bestehende Mahlzeit erhalten. Wasser trinken die Reptilien nicht vom Boden; sie brauchen Regenwasser, belehrt uns Cristina, die in einer Person als die Kartenverkäuferin,  Führerin und Aufseherin hier im dritten Stock des Unirea-Kaufhauses auftritt. Und wie löst man dann das Trinkproblem? Mit der Gießkanne, lautet die lachende Antwort.

Ein anderer Junge fragt nach dem Riesenfrosch. Tatsächlich ist der in seinem Revier nicht auf den ersten Blick zu sehen, denn er versteckt sich dank der Tarnfarbe sehr leicht und sehr gut. Letztendlich hält der Junge den Frosc,h der beim Streicheln sich auch aufbläht und quakt, in seinen Händen. Cristina kennt den Jungen gut, täglich schaut er da vorbei und fragt nach seinen Lieblingstieren. Es sind ja noch Ferien und der Eintritt ist für Kinder unter 10 Jahren frei.

Ansonsten zahlt man 10 Lei um die rund 70 von der Kronstädter Firma „Universal Events“ ausgestellten Schlangen, Leguane, Warane und Chamäleons  in ihrem nachgestellten Habitat zu bewundern. Bisher wurde die Ausstellung in Constan]a, in Bukarest (in zwei Malls) und in Budapest gezeigt. Nach Kronstadt (wo die Reptilien noch dieses Wochenende verweilen) treten die Echsen und Schlangen höchstwahrscheinlich eine neue Reise an die sie zunächst nach Tschechien führen wird.

Denn auch dort laufen oder kriechen Waran und Boa Constrictor nicht frei herum. Große und kleine Besucher werden aber neugierig sein, sie hinter den Glasscheiben anzustaunen oder vielleicht sie sogar zu berühren und zu streicheln.

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