Ehemalige DIICOT-Leiterin Alina Bica endgültig verurteilt

Vier Jahre Haft für die Unterstützung von Ex-Minister Videanu

Donnerstag, 28. Juni 2018

Bukarest (ADZ) - Die ehemalige Chefermittlerin der Direktion zur Bekämpfung des Bandenverbrechens und des Terrorismus (DIICOT), Alina Bica, wurde am Dienstag zu einer Haftstrafe von vier Jahren verurteilt. Eine als Berufungsinstanz eingesetzte Strafkammer des Hohen Gerichts- und Kassationshofs erkannte auf Begünstigung.

Der ehemalige Minister Adriean Videanu, Spitzenpolitiker der untergegangenen PDL, wurde im selben Prozess freigesprochen. 2014 soll Bica, als damalige DIICOT-Leiterin, dem Angeklagten Videanu erlaubt haben, die von den Ermittlungsbehörden gepfändeten Aktien seiner Firmen an seine Frau und sein Kind zu veräußern, um sie dadurch vor einem Zwangsverkauf oder dem Einzug durch die Gerichte zu bewahren. Videanu wurde der Mittäterschaft beim Amtsmissbrauch beschuldigt, doch das Gericht sprach ihn frei. Das Urteil ist endgültig.

Eine andere Strafkammer des Hohen Gerichts- und Kassationshofs hob am Dienstag ein Urteil einer Instanz desselben Gerichts auf, die Bica im Zusammenhang mit dem Unternehmer Horia Simu zu einer Strafe von 3 Jahren und 6 Monaten verurteilt hatte. Das erstinstanzliche Gericht hatte auf Begünstigung erkannt, obwohl die Antikorruptions-Staatsanwaltschaft DNA ihr vorgeworfen hatte, dass sie sich von Simu bestechen lassen hatte. Ein Mittelsmann soll 230.000 Euro erhalten haben, um Bica zu überzeugen, laufende Ermittlungen gegen den Geschäftsmann einzustellen.

Unklar ist, wo sich Alina Bica, eine Schlüsselfigur der letzten Jahre der Präsidentschaft von Traian B²sescu, aufhält. Die Frau des inzwischen verurteilten Ovidiu Tender erklärte unlängst, Bica sei nicht mehr in der Republik Costa Rica, sondern in Panama.

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