Ehrenbürgerwürde der Stadt Hermannstadt verliehen

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier nahm den Schlüssel der Stadt in Empfang

Mittwoch, 11. März 2015

Die Interims-Bürgermeisterin Astrid Fodor verlas den Text der Ehrenurkunde. Foto: Vlad Popa

Hermannstadt – Die Ehrenbürgerwürde der Stadt Hermannstadt/Sibiu verlieh die Interims-Bürgermeisterin Astrid Fodor an den bundesdeutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier am Montag im Innenhof des Rathauses am Großen Ring/Piaţa Mare. Der Festveranstaltung wohnten zahlreiche Vertreter der Stadt- und Kreisverwaltung, der Präfekt des Kreises Hermannstadt, Ovidiu Sitterli, der rumänische Außenminister Bogdan Aurescu, der Rektor der Lucian-Blaga-Universität, Ioan Bondrea, Vertreter des Hermannstädter Deutschen Forums, die Konsulin der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt, Judith Urban sowie Repräsentanten vieler weiterer öffentlicher Einrichtungen bei.

In Ihrer Ansprache ging die Interims-Bürgermeisterin Astrid Fodor auf die guten Beziehungen zwischen Hermannstadt und Deutschland aufgrund ihrer gemeinsamen Geschichte ein sowie auf die entscheidende Rolle der deutschen Investitionen für das Hermannstädter Wirtschaftsmilieu. Die Interims-Bürgermeisterin sprach ihre Hoffnung auf den zukünftigen Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen aus sowie die Bereitschaft der Stadtverwaltung, Vorhaben in diesem Bereich zu unterstützen. „Die Ehrenbürgerwürde ist die höchste Auszeichnung, die uns als Stadtverwaltung zur Verfügung steht. Es ist ein Zeichen unserer Wertschätzung, aber auch der Verbundenheit zwischen unseren Ländern,“ so die Interims-Bürgermeisterin.

Im Anschluss verlas die Interims-Bürgermeisterin die Laudatio für den Bundesaußenminister, den Beschluss des Hermannstädter Stadtrates sowie den Text der Ehrenurkunde und übergab ihm den Schlüssel der Stadt zum Applaus der Anwesenden.

Der Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier bedankte sich für die Verleihung der Ehrenbürgerwürde und sprach seine Freude aus, nach acht Jahren wieder in Hermannstadt zu sein. Er ging auf die noch besseren und intensiveren Beziehungen zwischen Rumänien und Deutschland seit dem EU-Beitritt Rumäniens 2007 ein. Desgleichen sprach Frank-Walter Steinmeier das Problem der qualifizierten rumänischen Arbeitskräfte an, welche auf der Suche nach besseren Lebens- und Arbeitsbedingungen nach Deutschland auswandern sowie die Bedeutung der Bestrebungen der bundesdeutschen Regierung und Unternehmen, sich für eine gute Berufsausbildung der Jugendlichen in Rumänien einzubringen.

„Ich wünsche dieser unserer schönen Stadt weiterhin eine gute Zukunft mit ihren Bürgerinnen und Bürgern, zu denen ich mich jetzt auch zählen darf. Alles erdenklich Gute!“ so Bundesaußenminister Steinmeier.

Kommentare zu diesem Artikel

Tourist, 11.03 2015, 06:37
Korrektur: Oppositionspolitiker war natürlich falsch, er ist ja Außenminister. Aber das Video im Wahlkampf war trotzdem nicht ok. Man kann diese Verleihung nur so deuten, dass es ein Zeichen von Johannis/Fodor ist, dass man ihm deswegen nicht ewig böse ist und ihm verziehen hat.
Tourist, 11.03 2015, 06:33
für was kriegt ein ausländischer Oppositionspolitiker, der gar keine Beziehung zu der Stadt hat, die Ehrenbürgerwürde verliehen? Ist das nicht der selbe, der sich im Wahlkampf in einem Video für Ponta ausgesprochen hat, was eigentlich eine komplett unangebrachte Einmischung ist. Ausländische Politiker haben keine Wahlempfehlung abzugeben, wo kommen wir denn da hin?

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