Ein Diskussionsforum mit seinen Stärken und Schwächen

Freitag, 17. Februar 2012

Auf der Webseite des Kronstädter Forums  startete unlängst ein Diskussionsforum – ein Versuch, Meinungen zu erfahren und auszutauschen unter Personen,  die an der Tätigkeit des Forums interessiert sind, die Vorschläge vorbringen wollen oder die vielleicht glauben, in der einen oder anderen Frage sich kritisch äußern zu müssen.

So eine Diskussionsrunde lebt ausschließlich von den Beiträgen, die eingesandt werden, von der Art und Weise, wie man die selbst bestimmten Themen behandelt. Die Kronstädter Initiative geht auf Bereiche ein, die aktuell sind und die offensichtlich die Teilnehmer an dieser Diskussionsrunde beschäftigen. Hinzu kommen diejenigen, die diese Runde gelegentlich oder regelmäßig mitverfolgen, ohne sich selbst zu Wort zu melden. Es geht um die bevorstehenden Lokalwahlen, um potenzielle Kronstädter Kandidaten des Forums, um Innenpolitik, um Kultur und Unterricht, um Volkszählungsergebnisse usw. Vieles sollte sich ja auf Kronstädter Fragen und Belange konzentrieren, aber das ist schwer zu trennen von Diskussionen über Grundsätze, Zukunft, Selbstverständnis – eher Überlegungen allgemeiner und nicht konkrete Lösungen.

Das Diskussionsforum ist weniger eine Unterhaltungsmöglichkeit (auch das könnte es sein, wenn z.B. Witze zum Besten gegeben werden oder wenn Schauspieler, Sportler, Sänger, Bands usw. im Vordergrund stehen). Es ist der Sammelplatz von Meinungen, Ideen, Anregungen. Nicht Personen sollten im Mittelpunkt stehen, sondern Ideen, Programme, Tätigkeiten. Dass es auch um Personen geht, ist aber unumgänglich, denn letztendlich stehen Menschen hinter Programmen und Initiativen und Wahlen gewinnen die ins Rennen geschickte Kandidaten.

Die internen Diskussions-„Spielregeln“ sehen vor, dass die Beiträge nicht in Beleidigungen, Beschimpfungen oder rassistische, chauvinistische Äußerungen ausarten, vulgär klingen. Manchmal ist es schwer, kompromisslose kritische Äußerungen zu akzeptieren oder sie abzublocken. Da jede Wortmeldung über ein Benutzerkonto erfolgt, bleibt aber niemand im Deckmantel der Anonymität verhüllt.

Wer oder was und wie hart darf kritisiert werden? Dieses Dilemma gibt es auch beim Kronstädter Diskussionsforum – es ist das Risiko, vielleicht auch die Stärke der uneingeschränkten (Meinungs)Freiheit im Internet. Die Kronstädter haben ein Experiment gewagt,  vielleicht auch ein Test, bis wohin diese Freiheit gehen darf oder kann. Was dabei herauskommt, außer Diskussionen zu den Diskussionen, ob und wie es weitergeht, das entscheiden die Reaktionen auf diese Initiative ...  und der Herausgeber der Webseite.

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