Ein Entspannungsort für die Seele

Lăcrămioara Mangel hat sich den Garten ihrer Träume eingerichtet

Mittwoch, 02. Oktober 2013

Von Jahr zu Jahr versucht die Temeswarer Hobby-Gärtnerin die Grünanlage anders zu beleben – Neulich entstand hier eine Blumenuhr.

Mit bunten Blumendekorationen, Alleen und Becken ähnelt der 850 Quadratmeter große Garten einem botanischen Park. Fotos: die Verfasserin

Der Sommer ist vorbei, doch der Herbst kann noch einiges – vor allem bei schönem sonnigen Wetter - bieten. Das weiß auch Lăcrămioara Mangel, die sich über ihren schönen Garten bis Spätherbst freut. Sie hat den Garten ihrer Träume selber eingerichtet und meint stolz, dass ihr Garten wahrscheinlich einer der schönsten in ganz Temeswar/Timişoara ist. Von den neugierigen Blicke der Passanten verborgen, wartet der Traumgarten der Temeswarerin im Hinterhof ihres Hauses nur auf ihre umsichtige Eigentümerin. Schon seit Jahren kümmert sich die Rentnerin Lăcrămioara Mangel (60), um ihren etwa 850 Quadratmeter großen Blumengarten und richtete ihn als ein Ort ein, wo man sich entspannen und stundenlang verwöhnen kann.

Die Blumenliebhaberin wohnt seit 2001 mit ihrer Familie im Ronatz-Viertel am Stadtrand von Temeswar. Was zu Beginn ein kleiner Gemüsegarten  war, wurde dann von Jahr zu Jahr zu einem Blumenparadies. Rosen, Geranien, Petunien oder Begonien, sogar Palmen, Oleander und Rosensträucher – alle verschönern die restliche Grünfläche. In ihrem versteckten Garten im Hinterhof fühlt sich die Temeswarerin am besten. „Mein Garten ist mein Lieblingsort.

Immer stelle ich mir etwas anderes vor, wie ich den Garten noch mehr verschönern könnte oder was für Änderungen ich hier noch unternehmen könnte“, sagt Lăcrămioara Mangel. „Wenn ich neue Ideen habe, dann mache ich einfach eine Skizze und versuche dies später umzusetzen“, erzählt sie. Das machte die Hobby-Gärtnerin auch vor einigen Jahren, als sie ihren Garten durch einen kleinen Wasserfall, später dann durch ein eigenes Bächlein und nun durch eine Blumenuhr beleben ließ. Bei der Umsetzung all ihrer Ideen, hat der Rentnerin ihr Mann tatkräftig beigestanden. „Wir können es uns nicht leisten, einen Landschaftsarchitekten anzustellen, aber zum Glück habe ich viel Phantasie und mein Mann ist Elektroniker, so dass wir alles gemeinsam schaffen“, erzählt Lăcrămioara. 2005 wurde der kleine Bach im Garten eingerichtet – Seerosen bedecken den Wasserspiegel, belebt wird dieser von rund hundert roten Karauschen. Hinter dem Garten hat sich die Temeswarerin eine exotische Ecke eingerichtet – dort sind mehrere Arten von Palmen zu finden und auch ein Wasserbecken für die sechs Schildkröten, die hier leben. Für die Gartenbeleuchtung und –bewässerung sorgte ihr Mann.

Die Palmen und andere Blumenarten, die draußen im Winter  nicht überleben würden, lagert Lăcrămioara in einer speziell dafür eingerichteten Veranda. „In diesem Raum gibt es wegen den Glaswänden reichlich Licht, sogar in der Winterzeit und eine angenehme Temperatur für die anspruchsvollen Pflanzenarten“, sagt sie.

Tausende von Blumen kauft die Temeswarerin jedes Jahr. Alles begann vor einigen Jahren als sie tausend Tulpen kaufte – diese mussten von unterschiedlichen Größen und Farben sein. In diesem Jahr kaufte sie hunderte von Blumen. Wieviel Geld sie dafür ausgibt, fällt Lăcrămioara Mangel schwer zu sagen. „Ich kaufe meine Blumen, nie alle auf einmal, doch wenn ich mehrere Blumen erwerbe – von verschiedenen Pflanzenausstellungen oder aus den jeweiligen Märkten und Supermärkten –bekomme ich sie oft auch mit Preisermäßigung“, sagt sie.

Jedes Jahr sieht ihr Garten verschieden aus – denn das Blumengesteck und die Dekoration wird immer wieder anders gemacht. „Doch mein Garten sieht nicht nur von Jahr zu Jahr anders, sondern auch von Saison zu Saison verschieden aus, denn die  Frühlingsblumen verschwinden, dann blühen andere Sommer- und Herbstblumen neu“, fügt die leidenschaftliche Gärtnerin hinzu. Im Garten werden jährlich Blumen der Saison gepflanzt – jedoch gibt es auch Blumen, deren Samen und Zwiebeln im Boden bleiben und dann immer wieder alleine wachsen und blühen. Im Frühling zum Beispiel gibt es im Garten Stiefmütterchen, Primeln und Tulpen, im Sommer blühen Kletter- und Strauchrosen, im Herbst wachsen von allein verschiedene Arten von Chrysanthemen. Jedes Jahr werden aber Begonien und Petunien oder Salbei dazu neu gepflanzt.


Die Blumenuhr ist nun eine Neuigkeit in ihrem Garten. Restlos alles, was mit Blumen zu tun hat, mag sie. Damit die Investition nicht so groß wird, arbeitete sie alleine und bastelte die „Bestandteile“ der künftigen Uhr selbst: Sie kaufte Plastikhalbkugeln, die sie dann mit weißen und roten Ornamentsteinen bedeckte. Rundherum pflanzte sie dann rote Geranien und Begonien sowie gelbe Chrysanthemen. Die Blumenuhr wird auch von einem schmalen Wasserbecken umringt. Im kommenden Jahr wünscht sich die Temeswarerin eine andere Blumendekoration für ihre Uhr. Im Garten ist immer sehr viel zu tun, muss Lăcrămioara zugeben. Besonders nach dem Regen hat sie ihre Anlage zu säubern und von Unkraut zu befreien. „Wenn ich zum Beispiel meinen Garten von einem Ende zum anderen pflegen muss, dann würde das etwa drei Wochen dauern“, scherzt sie. 

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