Ein Herz voll Zuversicht

Apollonia-Hirscher-Preis an Kirchenkuratorin Gundel Einschenk verliehen

Donnerstag, 10. Mai 2012

Kirchenkuratorin Gundel Einschenk, Trägerin des Apollonia Hirscher-Preises, Hans Eckart Schlandt, Autor der Laudatio, Dieter Drotleff, stellvertretender Vorsitzender des Kronstädter Forums (v.l.n.r.).

Cristina Radu (Sopran) und Christine Chiriac (Klavier) haben den schönen, musikalischen Rahmen der Festlichkeit geboten.
Fotos: Ralf Sudrigian

Zum 13. Mal wurde der Apollonia-Hirscher-Preis in festlichem Rahmen am Montagnachmittag im Saal des Kronstädter Deutschen Forums verliehen und zum ersten Mal an eine Kuratorin. Bekanntlich wird der Preis, der vom Demokratischen Forum der Deutschen im Kreis Kronstadt (DFDKK) und den Heimatortsgemeinschaften Kronstadt und Bartholomae in Deutschland gestiftet wurde, seit 1998 an Kronstädter Persönlichkeiten verliehen, die sich besondere Verdienste an der Gemeinschaft erworben haben.

Der Vorstand des Kronstädter Ortsforums hatte somit beschlossen, den Preis für das Jahr 2011 Gundel Einschenk, Kuratorin der Honterusgemeinde, auch anlässlich des zehnjährigen Jubiläums, das sie in diesem Ehrenamt erfüllte, zu verleihen. Begrüßt wurden die zahlreich erschienenen Gäste und Freunde der geehrten Preisträgerin, darunter auch Landeskirchenkurator Prof. Friedrich Philippi, vom stellvertretenden Vorsitzenden des Ortsforums, Dieter Drotleff.

Die Laudatio auf die Preisträgerin hielt Organist Hans Eckart Schlandt, langjähriger Musikwart der Honterusgemeinde. (Den Wortlaut werden wir in unserer nächsten Ausgabe veröffentlichen.) Er betonte besonders die Ausgeglichenheit und Kompetenz, mit der Gundel Einschenk in ihrer ehrenamtlichen Funktion als Kirchenkuratorin wirkt. Zu diesen gesellt sich auch der Kunstsinn, den ein Kurator benötigt und den sie aus ihrem Elternhaus Morres mitbekam.

Nach Überreichen der Plakette, des Diploms, der Dotation seitens der beiden Heimatortsgemeinschaften in Deutschland, die die Preisträgerin für die Förderung von Kulturzwecken dem Kronstädter Forums überlässt, und einem Rosenstrauß, dankte Gundel Einschenk für die erwiesene Ehre, bezog sich auf einige der Tätigkeitsbereiche, mit denen sie in ihrem Amt konfrontiert wird. Die studierte Maschinenbauingenieurin, die anfangs fünf Jahre im Traktorenwerk und anschließend 26 Jahre im Lehramt wirkte, sah sich nach der politischen Wende mit positiven wie negativen Folgen konfrontiert.

Nachdem sie zusammen mit Ehemann Arnulf Einschenk das ehemalige Musikgeschäft Einschenk der Vorfahren ihres Ehegatten belegen  und die Firma wieder aufbauen konnte, und nachdem sie 2001 zum Kurator der Honterusgemeinde gewählt wurde, musste sie sich nun mit wirtschaftlichen Fragen, Rückerstattungen,  Erweiterung vom Altenheim und anderer Tätigkeiten im sozialen Bereich, Archiv, der Arbeit mit Kindern und Jugend auseinandersetzen. Und wichtige Entscheidungen treffen, ist nicht leicht; daher wird auch ihr Gebet mit den Worten „Gib mir ein Herz voll Zuversicht“ eingeleitet.

Den Glückwunsch der ganzen Honterusgemeinde und der Mitarbeiter aus dem Stadtpfarramt sprach Pfarrer Peter Demuth aus. Amtsleiter Peter Simon unterstrich die diskrete Art, mit der Gundel Einschenk bei Beschlussfassungen vorgeht, auf den Freizeitverzicht der mit ihrem Amt als Kuratorin verbunden ist.

Es war ein „Schöner Abend“ wie eines der Lieder von Claude Debussy heißt, seit dessen Geburtstag sich heuer 150 Jahre erfüllen. Dieses sowie weitere Lieder von Johannes Brahms wurden sehr gefühlvoll von der Sopranistin Cristina Radu von der Kronstädter Oper und Christine Chiriac (Klavier) interpretiert.

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