Ein Mittelpunkt des sozialen Wirkens

Zum 15. Gründungstag des Sozialzentrums „Frédéric Ozanam“

Dienstag, 05. Mai 2015

Reschitza – Der 10. Mai 2000 war ein glücklicher Tag für die multikonfessionelle und vielsprachige Gemeinschaft von Reschitza. An diesem Tag wurde offiziell das „Frédéric Ozanam“-Sozialzentrum der Vinzenzgemeinschaft „Maria Schnee“ gegründet. Inzwischen sind 15 Jahre voller Nächstenliebe und Aufopferung vergangen.Heute steht das „Frédéric Ozanam“-Sozialzentrum der Vinzenzgemeinschaft „Maria Schnee“ von Reschitza im Mittelpunkt des sozialen Lebens der Stadt, dank zahlreicher Förderer, der Helferinnen und Helfer.

Die Vinzenzgemeinschaft „Maria Schnee“ wurde 1992 gegründet als Anregung seitens der Grazer Vinzenzgemeinschaft und deren damaligem Leiter, Dr. Alois Fauland. Es war die erste derartige Rechtsperson in Rumänien. Heute besteht sie aus 18 aktiven Mitgliedern, die 38 Familien mit 108 Personen betreuen. Die Vinzenzianer gehören verschiedenen Konfessionen an: römisch-katholisch, rumänisch-orthodox, evangelisch-luthersch, reformiert-calvinistisch u.a.) und auch die betreuten Familien sind konfessionell verschieden.

Anfangs bestand die Unterstützung aus Kleiderzuteilung, Verteilung von Lebens- und Grundnahrungsmitteln, Geschenkpaketen zu den Feiertagen – alles aus Spenden finanziert. Daraufhin schritt man ans Kapitel Erziehung benachteiligter Kinder und daraus erwuchs das Sozialzentrum „Frédèric Ozanam“, das am 10. Mai 2000 eingeweiht wurde.

Die Kommune Reschitza hat uns ein solides Haus in der Altstadt zur ausschließlichen Nutzung überlassen, das wir mittels Spenden renoviert haben. Großen Einsatz erbrachten auch die Vinzenzianer, ebenso wie sie jetzt hier in ihrer Freizeit tätig sind.

Betreut werden im „Frédéric Ozanam“-Sozialzentrum der Vinzenzgemeinschaft „Maria Schnee“ Kinder zwischen sechs und 14 Jahren, aus minderbemittelten Familien, die auch im Blickfeld der Vinzenzgemeinschaft stehen. Sie werden ehrenamtlich betreut von einem Team, bestehend aus KünstlerInnen, LehrerInnen, TechnikerInnen, IngenieurInnen, ÄrztInnen, Krankenschwestern, BuchhalterInnen – mehrheitlich bereits Rentnerinnen. Die Pfarreien der Stadt - katholische wie orthodoxe - leisten geistliche Unterstützung. Hauptaktionszeit sind das Wochenende und die Ferien. Gearbeitet wird in Gruppen, die für längere Perioden konstant zusammengesetzt sind.

Monatlich gibt es gründliche allgemeinärztliche Untersuchungen, genauso vor den Ferien. Fallweise gibt es fachärztliche Nachuntersuchungen.

Eine der beliebtesten Gestalten des Sozialzentrums ist die „Tante“ aus der Küche. Auch hier geht die Liebe durch den Magen. Um 10 Uhr gibt es eine Jause, mittags eine warme Mahlzeit, in der Regel drei Gänge. Am Gründungstag des Sozialzentrums, dem 10. Mai, und am 9. September gibt es jeweils einen „Tag der offenen Tür“, mit Festprogramm der Kinder und Ausstellungen, außerdem Advents- und Nikolausfeiern, an denen sich auch Jugendgruppen der betreuenden Pfarreien beteiligen. Das „Dreikönigsspiel“ ist inzwischen zur „Spezialität“ der von der Vinzenzgemeinschaft „Maria Schnee“ im Sozialzentrum „Frédèric Ozanam“ betreuten Kinder geworden. Sie werden auch belohnt. U.a. dank der Großzügigkeit unserer stabilen Partner aus Graz mit einer Woche Ferienaufenthalt auf dem Semenik-Platteau, zum Ozon-Tanken.

Erwin Josef Ţigla
und Elfriede Gheorghiţă

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