Ein neues Navigationssystem

Die Smartphones werden ab September auch zu Museumsführern

Dienstag, 28. April 2015

85 Fachleute aus acht europäischen Ländern haben die Einzelheiten des i-locate-Systems im Brukenthalmuseum besprochen. Foto: Brukenthalmuseum

Hermannstadt – Das Hermannstädter Brukenthalmuseum wird die erste Museumseinrichtung Rumäniens in deren Räumlichkeiten die Führungen für Besucher mittels einer Anwendung für Smartphones demnächst ermöglicht werden sollen.

85 Fachleute aus acht Ländern Europas haben Mitte vergangener Woche am ersten Treffen im Rahmen des Projektes „i-locate“ im Brukenthalmuseum am Großen Ring/Piaţa Mare teilgenommen. Das Projekt „Indoor/Outdoor Location and Asset Management Through Open Geodata“ hat im Januar 2014 begonnen, es läuft bis Dezember 2016 und nimmt sich vor, elektronische Führungssysteme für diverse Einrichtungen im Inneren der Gebäude zu entwickeln.

An den zwei Workshop-Tagen haben die Partner aus Italien, den Niederlanden, Malta, Griechenland, Rumänien, Deutschland, Kroatien und Luxemburg die Strategien zur Einführung des Systems im Laufe der nächsten sechs Monate besprochen, während die IT-Fachleute an einem technischen Modul teilgenommen haben, in dessen Rahmen sie die Elemente der Software sowie die technischen Einzelheiten für die Einführung des i-locate-Systems abgestimmt haben. Die technischen Aspekte konzentrieren sich auf die Entwicklung der Technologien, welche die Navigation im Inneren der Gebäude mittels Smartphones ermöglichen sollen.

„Das GPS, ermöglicht die Navigation im Freien und funktioniert im Inneren der Gebäude für gewöhnlich nicht. Diese Lücke soll das i-locate-System nun füllen, welches als Innen-GPS angesehen werden kann. Im Rahmen des Projektes werden wir die Pilot-Anwendung für 14 Standorte entwickeln, in welchen Krankenhäuser, Bürgermeisterämter, Universitäten sowie IT- und Geschäftszentren untergebracht sind. Das einzige Museum, welches über das Pilot-System verfügen wird, ist das Brukenthalmuseum.“ so Giuseppe Conti, der Koordinator des Projektes.
Die Anwendung soll ab September 2015 verfügbar sein. Das Projekt fördert die Europäische Kommission mit einer Finanzierung in Höhe von 4,7 Millionen Euro.

Weitere Informationen können Interessenten bei der Internet-Adresse www.i-locate.eu erfahren.

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