Ein nobler Riese

Erste Früchte der Zusammenarbeit zwischen dem Radu-Stanca- und dem Gong-Theater

Donnerstag, 17. Januar 2013

Daniel Plier in „Shakespeares sämtliche Werke ...“, in dem er auch Regie führte. Foto: Andrey Kolobov

Hermannstadt - Eine neue Vorstellung hat das Kinder- und Jugendtheater „Gong“ für das Hermannstädter Publikum vorbereitet. Am Donnerstag, den 24., und am Sonntag, den 27. Januar, wird das Stück „Sophiechen und der Riese“ nach dem gleichnamigen Märchen des englischen Autors Roald Dahl aufgeführt. Die Vorstellungen beginnen jeweils um 11 Uhr. Die Regie übernahm erstmals der Luxemburger Daniel Plier, Schauspieler und Regisseur an der deutschen Abteilung des Radu-Stanca-Theaters.

„Es ist eine schöne Geschichte mit vielen Aspekten, die uns daran erinnert, dass auch die Schwachen und Kleinen vieles erreichen können“, erklärte Plier auf der Pressekonferenz am Dienstag. Plier sammelte die ersten Erfahrungen in der Arbeit mit Puppen in Frankreich. „Die Puppen können viele Sachen machen, wozu ein Schauspieler nicht im Stande ist“, meinte er. In mancherlei Hinsicht unterscheide sich die Arbeit am Puppentheater nicht von der an einem „normalen“ Theater, und dennoch ist sie völlig anders. Die Puppenführer müssen ihr Verständnis der Rolle nicht nur verinnerlichen und spielen können, sondern dieses auch auf ein lebloses Material – Holz, Plastik, Stoff – übertragen. „Es ist viel komplexer“, bestätigten auch die Puppenspieler. Wenn die Worte mit den Gesten der Marionette übereinstimmen, entstehe bei den Zuschauern der Eindruck, sie sei lebendig.

Für die Aufführung von „Sophiechen und der Riese“, die 50 Minuten dauert, investierte das Team der deutschen Abteilung des Gong-Theaters über 80 Stunden Arbeit. Die Proben begannen am 23. November. Entstanden ist eine Geschichte, die für alle Altersgruppen geeignet ist: „Ob ein Fünfjähriger oder eine Achtzigjährige, für jeden gibt es in diesem Stück etwas Besonderes“, behauptet Regisseur Plier. Man solle jedoch Deutsch können, um das Stück besser zu verstehen. Wer aber des Deutschen nicht mächtig ist, kann die Übersetzung ins Rumänische auf der Leinwand verfolgen.

Die Eintrittskarten kosten am Donnerstag 7 Lei, am Sonntag 6 Lei und können vor dem Beginn der Vorstellung an der Kasse im Gong-Theater gekauft werden.

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