„Ein schlechtes Theaterstück der PNL“

PSD-Chef Mocioalcă reagiert auf Anschuldigungen von Romeo Dunca

Mittwoch, 18. Mai 2016

Reschitza – Wie bereits berichtet, hat der Temeswarer Unternehmer Romeo Dunca als Gast bei der Lancierung der Wahlkampagne der PNL in Reschitza mehrere Enthüllungen bezüglich des PSD-Parlamentariers und PSD-Kreischefs von Karasch-Severin, Ion Mocioalcă, gemacht, der versucht habe, von ihm über einen Mittelsmann Anteile an der Firma vermacht zu bekommen, die er im Skigebiet am Muntele Mic gegründet hatte. Im Gegenzug habe Mocioalcă Dunca Unterstützung verschiedenster Art bei der Verwirklichung seines Vorhabens versprochen.

Umgehend hat am Wochenende Ion Mocioalcă auf seiner Facebookseite reagiert: „Diese Diskussion hat nie stattgefunden. Hätte es eine solche Diskussion gegeben, wäre sie bis heute längst publik geworden. Bei der Brisanz des Themas hätte ein Romeo Dunca nicht darauf gewartet, bis der Wahlkampf für die Kommunalwahlen 2016 eröffnet wird. Ich werde jetzt nicht anfangen, alles zu erzählen, was ich über Romeo Dunca, seine Projekte und Aktionen, weiß. Ich will nicht in einem schlechten Theaterstück der PNL spielen, mit Amateurschauspielern der Art Romeo Dunca und Nelu Tăieţelu (d.i. der PNL-Kandidat fürs Rathaus Reschitza Ioan Popa, genannt „Nelu Tăieţelu“ - wk), Theaterstücke, die in der schwachen Regie von Marcel Vela gespielt werden (letzterer der Spitzenkandidat der PNL für den Kreisrat Karasch-Severin, für den auch Mocioalcă kandidiert - wk). Ich möchte außerhalb schmutziger Spielchen bleiben in diesem Wahlkampf.“

Mocioalcă ist sich sehr wohl bewusst, dass öffentlich gemachte Aussagen wie jene von Romeo Dunca strafrechtliche Untersuchungen zur Folge haben können: „Ernstzunehmende Menschen werden nie solchen Mist publik machen, die jederzeit strafrechtliche Untersuchungen und Strafgerichte nach sich ziehen können. Abwaschwasser über die Köpfe der anderen auszuschütten, das ist nicht meine Art.“ Vorsichts-halber lässt Mocioalcă in seiner Stellungnahme auch einen Hauch seiner Bemühungen als Saubermann anklingen: „Dieser Mocioalcă trübt wohl die Geschäfte in den geschützten Arealen“, schreibt er. Zur Erklärung: ein Teil des Skigebiets, das der Unternehmer und Bergsteiger Romeo Dunca erschließt, berührt das Areal des hochalpinen Naturschutzgebiets Muntele Mic-Ţarcu. Mit den ´geschützten Arealen` könnte Mocioalcă sich aber auch auf die Gebiete beziehen, die traditionell rechts wählen, also zur PNL gerechnet werden.

Und bezüglich eventueller strafrechtlicher Folgen der öffentlichen Aussagen von Dunca in Reschitza sei daran erinnert, dass Dunca im selben Zusammenhang seiner Investition am Muntele Mic bereits einmal als Kronzeuge gegen den korrupten Bürgermeister der Gemeinde Zăvoi, Antonie Bunei, und zwei Drittel des Gemeinderats aufgetreten ist, die von ihm mehrere zehntausend Euro Schmiergeld gefordert haben, um sein Projekt – das teilweise auf dem Gebiet ihrer Gemeinde realisiert wird – zu genehmigen. Alle sitzen nun eine Freiheitsstrafe ab.

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