Ein schwieriges Unterfangen – Wenig Hoffnung für die drei Temescher Schulcamps

Dienstag, 29. April 2014

Temeswar – Das schon vor vier Jahren mit großen Versprechungen und Hoffnungen gestartete Großprojekt der Errichtung von drei modernen Schulcamps im Kreis Temesch ist leider auch heuer, wie in den Vorjahren, mit großen Fragezeichen verbunden. Es handelt sich um je ein Schulcamps in Großsanktnikolaus/Sânnicolau Mare, Hatzfeld/Jimbolia und Temeswar: Nach dem Baustart in Großsanktnikolaus und Hatzfeld – in der Kreishauptstadt Temeswar wurde bis heute noch nicht mit dem Bau begonnen – wurden die Arbeiten eingestellt.

Die beauftragten Baufirmen mussten wegen der Finanzkrise aber auch wegen den ausstehenden Zahlungen in Millionenhöhe für ihre Arbeiten schließen, zurückblieb je ein von Unkraut überwuchertes Gelände mit traurigen Bauruinen.

Laut Francisc Halász, dem stellvertretenden Temescher Generalschulinspektor, wären für die Fertigstellung der Arbeiten noch 40 Millionen Lei erforderlich. Für deren Fortsetzung würden EU-Gelder bereitstehen, diese müssten jedoch von den beiden Kommunalverwaltungen schnellstens beantragt werden. Diese Gelder müssten nämlich bis Ende 2015 genutzt werden. Die langwierige Prozedur mit einer neuen Versteigerung für den Bauauftrag, dazu kämen die hierzulande stark hemmenden Widersprüche, würde das kaum zulassen. Trotzdem wäre das die einzige Chance zu einer Finanzierung dieser Projekte.

Eigentlich sind die Temescher Schulcamps keine Ausnahme in Rumänien: In der Zeitspanne 2007-2008 hatte das Entwicklungsministerium seinen ehrgeizigen Masterplan gestartet, im Land über 160 Schulcamps zu errichten. Die Arbeiten wurden vielerorts gestartet, fertiggestellt wurde jedoch bis zum heutigen Tag kein einziges Schulcamp.  Für die Finalisierung derartiger nicht fertiggestellter Bauvorhaben steht nun seit Kurzem ein landesweites Sonderprogramm mit Finanzierung durch die Agentur für Regionale Entwicklung ADR zur Verfügung. Auf Landesebene stehen dafür 200 Millionen Euro von der EU für Rumänien bereit, die rumänische Regierung beteiligt sich noch mit einem zusätzlichen Finanzierungsbeitrag von 29 Millionen Euro.

Auf dieser Finanzierungsschiene könnten demnach theoretisch nicht nur die vorgenannten Schulcamps  im Kreis Temesch realisiert, sondern auch die ebenfalls seit Jahren unterbrochenen Arbeiten zur Modernisierung der Schulen aus den Temescher Ortschaften Jahrmarkt/Giarmata, Dudestii Noi, Tschene, Gottlob und Moschnitza fertiggestellt werden.

Laut Francisc Halasz wären also nach derzeitigem Stand für die Fertigstellung der Schulcamps in Großsanktnikolaus (Hier steht eigentlich nur das Fundament) und Hatzfeld (der Baukomplex ist in fortgeschrittenem Stadium, es stehen aber auch unbeglichene Schulden von 50 Millionen Lei an den früheren Bauausführer aus) 17 Millionen Lei bzw. 16 Millionen Lei nötig. Das Projekt des Temeswarer Schulcamps, eigentlich für das Kunstlyzeum, befindet sich noch in einer Anfangsphase: Dafür hat man erst mal mit einem Gelände der Temeswarer West-Uni, im Rahmen des Uni-Campus, Oituz-Straße, einen guten Standort gefunden.

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