Großangelegte Show zum Europatag

Mittwoch, 15. Mai 2013

Musik vom Feinsten, Licht- und Feuerspiele auf der Bega Foto: Zoltán Pázmány

Musik vom Besten, eine berauschende Show mit spektakulären Lichter- und Feuerspielen vor der malerischen Kulisse des Begaufers- Damit krönte die Stadtverwaltung heuer die mehrtägigen Feierlichkeiten zum Europatag in Temeswar vor einem zahlreich erschienenen und begeisterten Publikum am Sonntagabend. Am Sonderkonzert der Banater Philharmoniker wirkten unter der Moderation ihres Direktors Coriolan Gârboni, im Beisein zahlreicher Ehrengäste, allen voran Bürgermeister Nicolae Robu und Tourismus-Ministerin Maria Grapini und der Temescher Präfekt Eugen Dogariu, 100 Musiker und acht Solisten mit.

Unter den Klängen des sinfonischen Orchesters (Dirigent Radu Popa) entfaltete sich die gesamte Kanutenflotille des Sportklubs mit einer eindrucksvollen Parade aller EU-Flaggen. Zu Gehör kamen beliebte Musikstücke wie der Strauss-Walzer „Frühlingsstimmen“, „Pie Jessu“ von Andrew Loyd Webber, die Spartakus-Suite von Haram Hatschaturian. An die Wunderwelt arabischer Märchen erinnerte die Geigerin Cătălina Costin mit einem Auszug aus „Scheherezade“ von Rimski-Korsakow ( dieser Musikpart führte gar im Beifallssturm von hunderten Zeugen zu einem Heiratsantrag für die junge Konzertmeisterin der Philharmonie, der Antragsteller hatte sich als Märchenprinz Shariar gekleidet) . Die südkoreanischen Gastsolistinnen So Yung Yu und Eun Hye Kim boten das Duett der Katzen von G. Rossini dar. Für zwei besondere Augenblicke sorgten der Instrumentist Cosmin Rafael Bălean (Der einzige Instrumentalmusiker des Landes, der den Duduk, ein archaisches, armenisches Instrument, bläst) mit dem Stück „The Lonely Shepherd“ von James Last, und der Trompeter Cornel Meici spielte sich in die Herzen der Temeswarer mit dem bekannten „Il Silenzio“-Solo von Nino Rossi. Mit sieben schwimmenden Schafen und zwei Wölfen sorgten die Banater Philharmoniker auch für die adäquate Atmosphäre.

Zum Abschluss wurde die unvergessliche Filmmusik von Charley Chaplin „Die Lichter der Stadt“ dargeboten, doch es sollte noch längst nicht der künstlerische Höhepunkt dieses Abends darstellen: Auf die verführerischen Klänge des sinfonischen Poems von O- Respighi „Die Pinien von Rom“ glitt gar ein UFO (mittels eines Krans) über dem Fluss und über die verdutzten Köpfe der Anwesenden dahin, während ein Feuerwerk noch etliche Minuten den Himmel über Temeswar farbig erhellte.

Ein Sonderlob für die Banater Philharmoniker, die ihr Publikum, diesmal zu Ehren des Europatags, wieder einmal mit einem besonderen Konzert im Freien verwöhnten: In den Vorjahren hatten sie bekanntlich zur Freude der Temeswarer schon an den verschiedensten Orten im Freien, auf dem Gelände des Flughafens, im Jagdwald, im orthodoxen Nonnenkloster von Schag, auf einer Baustelle des Wegebauunternehmens oder in einer Militäreinheit ihre Musik erklingen lassen.

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