Ein unschätzbares Kulturerbe

Auch die Begastadt Temeswar feierte den Jugendstil-Welttag

Mittwoch, 13. Juni 2018

Das Brück-Haus: Ein Kleinod des Jugendstils in Temeswar. Foto: Zoltán Pázmány

Zum Anlass des Jugendstil- oder Art-Nouveau-Welttags (10. Juni 2018) veranstaltete das Nationalinstitut für Kulturerbe in etlichen Städten Rumäniens eine Reihe von Festveranstaltungen, die diesem berühmten historischen Baustil gewidmet waren. In Temeswar, das mit seinem Erbe von nahezu 14.500 vor allem im Barock- und Jugendstil gehaltenen Altbauten zu den bedeutendsten Städten Rumäniens mit wertvollem historischem Erbe gehört, wurde in Partnerschaft mit der Temescher OAR-Filiale, laut Arch. Ana-Maria Ionescu, OAR-Koordinatorin der Kulturprogramme und -projekte, am Wochenende , am Samstag und am Sonntag, jeweils ein Architektur-Rundgang durch die historischen Stadtviertel Fabrikstadt, Innenstadt und Elisabethstadt organisiert.

Bekanntlich bietet Temeswar, europäische Kulturhauptstadt 2021, speziell für einen gehobenen Kultur- und Kunsttourismus neben den nun zum Großteil schon sanierten Barockbauten aus dem Temeswarer Schatzkästchen Domplatz auch ein ansprechendes Jugendstil-Erbe in all seinen ehemaligen historischen Stadtteilen Fabrikstadt, Innenstadt (ehemalige Festung) , Elisabethstadt und Josefstadt. So z.B. die heute restlos bewohnten und zum Teil auch sanierten Monumentalbauten am Eingangstor zur Fabrikstadt (Boulevard des 3.August 1919): Zwischen der Dezebal-Brücke und der Fabrikstädter Synagoge sind das Neptun-Bad, die Paläste Szekely, Kunz, Haymann und Anhauer, von 1901 bis 1914 erbaut, sowie die etwas früher bzw. 1897-1899 errichtete Synagoge, ebenfalls in Jugendstil gehalten, zu bewundern. Die im entfestigten Temeswar  nie da gewesene Bautätigkeit von der Jahreswende bis zu Beginn des 1. Weltkrieges  hinterließ der Stadt auch das Jugendstil-Ensemble im Stadtzentrum u. a, mit den Palästen Llloyd, Dauerbach, Weiss, Szechenyi, Hilt-Vogel, Löffler, Merbl oder Neuhausz, fast alle Werke des damaligen Stadtarchitekten Laszlo Szekely.

Ein besonderes und sehr beliebtes Denkmal des Art Nouveau ist das über ein Jahrhundert alte Brück-Haus am Domplatz. Das Gebäude Mercy-Straße Nr. 9 - Ecke Domplatz wurde 1910 von den Architekten Laszlo Szekely und Arnold Merbl  für den damaligen Eigentümer, den Apotheker Salamon Brück, errichtet. Die alte Apotheke im Parterre- der Bau umfasst Keller, Parterre und drei Stockwerke- funktioniert auch heute noch. Das Gebäude wurde von dem derzeitigen Eigentümer, dem italienischen Unternehmer und Wahltemeswarer Gianluca Testa, stilgerecht saniert.

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