Ein weiteres Revolutionsdenkmal

Rathaus Reschitza hat sich für den Ausschreibuingssieger entschieden

Mittwoch, 03. Juli 2013

Im Reschitzaer Stadtzentrum, zwischen dem kinetischen Brunnen von Herderpreisträger Constantin Lucaci und dem seit mehreren Jahren stillgelegten "Semenic"-Hotel, gegenüber von Präfektur, Kreisrat und Rathaus, soll das Denkmal der rumänischen Revolution aufgestellt werden, über das die Stadt ziemlich transparenzfrei entschieden hat. Foto: wk

Reschitza -  Das Architekturbüro Dan Cincu, Andra Pasăre & Cătălin Bulboacă ging als Sieger der Ausschreibung des Reschitzaer Rathauses für ein Revolutionsdenkmal im Zentrum von Reschitza, in der Nähe des kinetischen Springbrunnens von Constantin Lucaci, hervor. Es präsentierte den Entwurf eines Denkmals (Beton, Marmor?), das zwei zum Gebet erhobene stilisierte Hände darstellt, die sich aus einer Spiegelfläche aus Wasser emporstrecken. Der Entwurf wurde mit der Hauptprämie von 5000 Lei bedacht.

Rang zwei und 3000 Lei wurden dem Projekt von Daniel und Ovidiu Brici zugedacht, die mit dem Symbol der rumänischen Revolution spielen, der Trikolore, aus der das Wappen herausgeschnitten wurde – das laut neuer Verfassung wirder in die Fahnenmitte kommen soll... – und mit 25 stilisierten Projektilen, welche die 25 Revolutionsopfer von Reschitza symbolisieren sollen. Auf Rang drei landete das Projekt des Reschitzaers Matei Gaşpar, der mit bildhauerischen Mitteln ein Spannungsfeld zwischen Himmel und Erde aufzubauen versuchte. Die Stadtleitung unter Bürgermeister Mihai Stepanescu händigte ihm dafür 2000 Lei aus.

Die Ausschreibung für das Denkmal „In Memoriam 19189“ war im Februar angekündigt worden und sollte eigentlich im Mai ihren Abschluss durch Bekanntgabe des Ausschreibungssiegers finden. Letztendlich wurde die Bekanntgabefrist um einen Monat verschoben. Das Denkmal soll westlich des kinetischen Springbrunnens von Constantin Lucaci zu stehen kommen, etwa dort, wo gegenwärtig das Gedenkkreuz aus Eichenholz steht, die „Troiţa“, wo alljährlich die Gedenkfeierlichkeiten an die blutige Revolution vom Dezember 1989 stattfinden, gegenüber dem Kreisratsgebäude und dem Rathaus.

Leider hat das Rathaus es im Laufe des Ausschreibungsprozederes unterlassen, die namentliche Zusammensetzung und die Qualifizierung der Jury bekanntzugeben, die über den Sieger entschieden hat, genauso wie das Rathaus, das das Denkmal ja mittels den Geldern der Reschitzaer Steuer- und Gebührenzahler errichten möchte, auch nicht den Anflug einer Befragung der Reschitzaer Bevölkerung hatte, denen zumindest die Chance hätte geboten werden müssen, sich über das Denkmal zu äußern, das mit ihren Geldern errichtet wird. Unter der Formel „Die Stadtverwaltung hat entschieden...“ wurden die Ausschreibungssieger einfach bekanntgegeben. Dabei sprach Bürgermeister Stepanescu immer nur von „der Kommission“. Klar war zuletzt nicht einmal so richtig, wie viele Projekte zwischen Februar und Juni 2013 eingereicht wurden.

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